WG-Suche 2.0?

Fits like Falaffel und Teller. Quelle: BadiZimmersuche mit Hilfe künstlicher Intelligenz
Fits like Falaffel und Teller. Quelle: Badi

Studenten suchen immer Zimmer: Jetzt auch mit KI – couchFM hat sich das ganze genauer angesehen!


Jetzt das ganze Interview anhören:


Zimmersuche mit Hilfe künstlicher Intelligenz

Wenn ihr Anfang des Jahres in Berlin unterwegs wart, dann habt ihr sicher die Plakate gesehen. “Fits like Curry & Wurst”, “Burger & Meister” und mein Lieblingsplakat: “Fits like Konter & Bier”. Das ganze bewirbt die Plattform Badi: Die verspricht, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Mitbewohnersuche zu revolutionieren: Künstliche Intelligenz? Mitbewohnersuche? Das hört sich spannend an, da haken wir mal nach!

Ein Plakat an der Berliner S-Bahn, Quelle: Badi
Ein Plakat an der Berliner U-Bahn | Quelle: Badi

Wir interessieren uns vor allem dafür, wie KI denn jetzt genau meine Mitbewohnersuche verschönert. Falk Siegel, der City Manager Berlin erklärt uns, dass sie vor allem eine Hilfestellung darstellt: Sie erkennt zwar, was für Präferenzen jemand hat, spielt aber auch bewusst Profile an, von denen man selbst vielleicht noch gar nicht weiß, dass man sie gut findet. Also wie bei Tinder, wenn du merkst, dass Nasenpiercings eigentlich doch ganz gut aussehen. Dadurch, dass also eine gewisse Vorauswahl getroffen wird, soll die „Customer Journey“ verbessert werden. Kurz gesagt: Mit Badi besuchst du im Idealfall nur 10 Wohnungen statt den üblichen 50.

Die Zukunft des Immobilienmarkts

Der Immobilienmarkt hängt anderen Branchen in Sachen Innovation oftmals hinterher. Langfristig wird aber durch Unternehmen wie Badi auch die Immobiliensuche digitaler, schneller, aber eben auch unpersönlicher. Neue Partnerschaften bieten den Kunden – also uns – immer mehr Möglichkeiten und „added value“, also zusätzlichen Nutzen. So hat Badi am 05.05.2020 bekannt gegeben, dass es mit der Dienstleistungsvermittlung „Helpling“ kooperieren wird. Wohnen wird also immer mehr zum Produkt, dass verkauft wird – der ideale Mitbewohner wird gesucht und gefunden, die Wohnung sauber und das Ikearegal auch noch für dich aufgebaut. Das ist einerseits natürlich gut, es würde ja nicht benutzt werden, wenn es keine Nachfrage dafür gäbe – andererseits kann es aber nicht das Grundproblem moderner Großstädte lösen: Es gibt einfach zu wenig Wohnungen und der Grund, warum du das Zimmer nicht bekommen hast, ist nicht, dass du zu wenig zu der WG passt, sondern dass ein anderer einfach besser passt.

Das ganze Interview könnt ihr auf Soundcloud hören! 

Weiterführende Links

Website von Badi


Autor:

Erwin