Teledisko

Die goldene Teledisko auf dem RAW-Gelände. Foto von Janina Wildermuth
Die goldene Teledisko auf dem RAW-Gelände.
Foto von Janina Wildermuth

Eine Upcycling Variante: Die Teledisko

Im Internet findet man zahlreiche Anleitungen, wie man aus alten unbrauchbaren Gegenständen neue hochwertige Produkte herstellen kann. Noch etwas unbekannt in dieser Disziplin ist vielleicht die Verwendung alter Telefonzellen, aus denen dann neben Aquarien ganze Tonstudios geworden sind.

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Jetzt anhören:

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VON Janina Wildermuth
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Seit 1881 das erste öffentliche Telefonnetz in Berlin in Betrieb genommen wurde, veränderte sich das gesamte Kommunikationsverhalten. 135 Jahre später, im Zeitalter des Mobilfunks findet man von der deutschen Telekom AG nur noch 30 000 Telefonzellen bundesweit.

Viele Telefonzellen werden kostenbedingt abgebaut, oder zum Teil für einen anderen Zweck weiterverkauft. Und so wird aus einer alten Fernsprechanlage beispielsweise eine öffentliche Waldtoilette in Finnland oder eine Gebetsstätte in Kansas-City.

Aber auch in Deutschland haben wir so einiges an unseren Fernsprecherhäuschen herummontiert und finden so einige skurrile Nutzungszwecke.

Benjamin Uphues, Betreiber der Teledisko dachte an die Belange der Allgemeinheit, als er aus einer alten Telefonzelle die kleinste Minidisko der Welt baute. Nun steht eine auf dem RAW-Gelände, Warschauer-Straße, die andere im Club Kater Blau und drei weitere (teilweise noch in Produktion) werden je nach Anfrage zu jedem erdenklichen Ort geliefert.

Eine denkbar einfache Methode: Man zahle zwei Euro für einen Song, Lichteffekte und Nebel und darf mit so vielen Personen, wie möglich in der Telefonzelle abtanzen (es darf an dieser Stelle vermerkt werden, dass es bei vier Personen bereits eng wird). Beim Vorglühen ab jetzt ein absolutes Muss!

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Benjamin Uphues vor seiner goldenen Teledisko
Benjamin Uphues vor seiner goldenen Teledisko
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Bedienungsanleitung der Teledisko. Beide Fotos: Janina Wildermuth
Bedienungsanleitung der Teledisko. Beide Fotos: Janina Wildermuth
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Ein anderes Projekt ist die nachhaltige Bücherboxx. Dabei dienen alte Telefonzellen an nahezu 20 Orten in Berlin als frei zugängliche Bibliotheken. Dafür muss man sich aber weder anmelden, noch das Buch zurückgeben, ist aber angehalten ein eigenes dagegen einzutauschen, sodass die umgebaute Fernsprechanlage auch immer mit Büchern gefüllt bleibt.

Eine Telefonzelle kostet in etwa 400€. Ansprechpartner dafür ist die deutschen Telekom AG. Möglich ist auch der Erwerb durch private Verkäufer.


Weiterführende Links

Offizielle Seite der Teledisko


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Autorin:
Janina W.

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