Sziget Festival Rückblick

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Foto: couchFM

Eine Woche in einer Sinnesflut

Viele Nationen mit einem gemeinsamen Ziel: FEIERN

Vom 9. August bis zum 17. August 2016 fand in der schönen ungarischen Hauptstadt Budapest das 24. Sziget Festival auf dem Island of Freedom – der Obuda Insel – in der Donau statt. Eine Woche lang ist die schöne Donaustadt im Ausnahmezustand und junge Erwachsene aus aller Welt pilgern auf die Insel, um ihre Lieblingskünstler live auf der Bühne zu bewundern. CouchFM hat die beiden Musikredakteurinnen Rebecca und Nancy nach Budapest geschickt, um zu berichten, wie man eine Woche auf einem Festival verbringt.

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KLANGKOMPOTT
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Von rebecca W.

& Nancy
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Ein Festivaltagebuch

Tag 0: Dienstag 9. August – Anreise

Am Dienstag Abend machten wir uns auf den Weg von Tegel Airport nach Budapest. Mitten in der Nacht am Airport Liszt Ferenc angekommen, mussten wir uns den Weg zu unserem Hostel durch die mit uns anreisenden Massen – alle Szigetbesucher – kämpfen. Sofort fällt auf, wie freundlich die Ungarn sind: sie versuchen zu helfen, obwohl sie oft selbst keine Ahnung haben.

Tag 1: Mittwoch 10. August – Überwältigt

Am Mittwoch Morgen standen wir früh auf, um zum Island of Freedom zu fahren, uns das Festivalgelände genauer anzuschauen und uns zu orientieren, bevor es abends mit den Bands losging. Nachdem wir den Weg zur Obuda-Insel relativ leicht bewältigt hatten, mussten wir uns erst durch einige Menschenschlangen durcharbeiten – mehrfache Ticket und Sicherheitskontrolle –, um endlich noch im strahlenden Sonnenschein über eine bunt beflaggte, etwas in die Jahre gekommene Brücke auf die Insel zu gelangen. Kaum waren wir auf dem Gelände angekommen, fing es jedoch an in Strömen zu regnen. Trotz Regen blieb die Stimmung bei der Eröffnungsparty erhalten, denn SKUNK ANANSIE, DIE ANTWOORD und die Special Pinwheel Party, kamen bei dem durchnässten Publikum gut an. Zum Schluss an diesem Tag schauten wir uns noch THE CHEMICAL BROTHERS an.

Tag 2: Donnerstag 11. August – Warten auf RIHANNA

Den vollsten Tag des ganzen Festivals begannen wir mit einem Besuch vom Sziget-Beach. Dort gibt es verschiedene Zelte, die mit weichen Fließmatten ausgelegt waren. So konnten sich die erschöpften Besucher entweder direkt auf dem Boden ausruhen oder auf den bunten, großen Sitzkissen ein bisschen Ruhe finden. Danach machten wir uns auf zum österreichischen DJ PAROV STELAR, der gemeinsam mit seiner Band dem Main Stage Publikum, das schon auf RIHANNA wartete, ordentlich einheizte. Doch RIHANNA ließ auf sich warten. Leider fing die RnB-Queen eine halbe Stunde zu spät an. Aber das Warten auf ihre Show hat sich wirklich gelohnt. Sie hat live wirklich eine spannende, innovative und mitreißende Bühnenshow präsentiert.

Tag 3: Freitag 12. August – Die volle Ladung Festival

Am vollgepackten Freitag gab es für uns keine Pausen. Wir schauten uns ohne Pausen die auftretenden Künstler an. Zuerst waren wir bei dem Briten JOHN NEWMAN. Dann machten wir einen kleinen Abstecher zur Französin JAIN und dem YIDDISH TWIST ORCHESTRA. Die Briten BASTILLE folgten. Wie jeden Tag um 19 Uhr stand dann die Special Party auf dem Programm. An diesem Tag unter dem Motto Flags. Nun zu etwas Deutschem: K.I.Z heizte der vorrangig deutschsprachigen Menge richtig ein. Direkt im Anschluss folgte die britische Band EDITORS.

Tag 4: Samstag 13. August – Stadtkultur

Nach der vollen Ladung Festival am Freitag, machten wir uns am Samstagvormittag auf, ein bisschen die schöne Donaustadt Budapest zu erkunden. Wir erklommen den Gellertberg auf der Buda-Seite, aßen das ungarische Nationalgericht Langos und spazierten an der schönen Donau entlang, um die als UNESCO Weltkulturerbe geschützten Brücken wie die Kettenbrücke und die Freiheitsbrücke zu bestaunen. Danach fuhren wir mit einer Fähre vom Parlamentsgebäude direkt zur Obuda-Insel, auf der das Festival stattfand.

Auf dem Festivalgelände angekommen, schauten wir uns die amerikanische Metallband BRING ME THE HORIZON an. Im Anschluss daran beteiligten wir uns an der Colour Party, die sehr an das indische Holifest erinnerte. Auf die tägliche Special Party folgten die Isländer SIGUR ROS. Am Abend gab es dann den zweiten Headliner des Festivals: MUSE.

Tag 5: Sonntag 14. August – Festivalkultur

Nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch auf dem Festival gab es einiges an Kultur zu entdecken. Am Sonntag wagten wir uns zuerst in die ARTZONE. Dort bestaunten wir einen riesigen aus Plastikblumen gefertigten Gorilla und viele bunte Zelte, in denen der Besucher selbst kreativ werden durfte. Sich selbst oder eine Tasche, vollkommen egal was, alles wurde bemalt.

Auf diese kunterbunte Erfahrung wagten wir uns zum Theaterzelt. Für den Weg dorthin brauchten wir nur sehr lange, weil uns mehrere Straßenkünstlergruppen und eine Parade immer wieder den Atem raubten. Wir blieben immer wieder erstaunt und belustigt mit der Menge stehen, um uns von den Straßenkünstlern belustigen und unterhalten zu lassen. Endlich am Theaterzelt angekommen trafen wir auf alte Bekannte aus Berlin. What a wonderfull Void, eine interaktive Simulation des aus Berlin stammenden Theaterkollektivs TALKING STRAGHT. Eine sehr spannende Erfahrung.

Nach so viel Kultur war dann aber wieder Musik angesagt. Schnell machten wir uns auf zu den Kanadiern SUM41, die nachmittags in brütender Hitze das Publikum mit ihrem Punksound befeuerten. Während BOY auf einer anderen Bühne mit ihren melodischen Klängen die Menge entfachte. TINIE TEMPAH und vor allem DAVID GUETTA brachten die Stimmung am Sonntag dann auf ihren Höhepunkt.

Tag 6: Montag 15. August – Unser letzter Tag

Um möglichst noch viel an unserem letzten Tag mitzunehmen, fuhren wir morgens noch einmal in die Stadtmitte, um uns ins Getümmel der schönen, alten Markthalle in Budapest auf der Pester-Seite zu stürzen. Nach einem Spaziergang durch das schöne Stadtzentrum machten wir uns wieder auf zum Festival, denn nachmittags spielten schon YEARS AND YEARS. Nicht nur der Leadsänger Olly Alexander punktete mit seinen skurrilen Bewegungen, auch der ganze Sound der Band kam beim mittlerweile doch merklich erschöpften Publikum sehr gut an. Für uns folgten die KAISER CHIEFS und NOEL GALLAGHER`S HIGH FLYING BIRDS. Unser Sziget Abschluss Act war SIA. Was SIA auf die Bühne brachte war nicht nur Musik, das war eine wahnsinnige in schwarz-weiß gehaltene Bühnenshow mit ausdrucksvollen Tänzen.

SZIGET 2016

Es ist nur schwer zu beschreiben, aber der Begriff Sinnesflut kommt dem Sziget Festival 2016 schon sehr nahe. Überall gab es etwas zu hören, zu essen, zu bewundern, zu bestaunen, zu sehen und zu fühlen. Immer wieder wurde von Künstlern, Veranstaltern und Publikum das gemeinsame, friedliche Miteinander in den Mittelpunkt gestellt. Zusammenhalt vor Krieg, Hass und Terror. Nicht nur für ein vereintes Europa, sondern für eine vereinte Welt. Natürlich ist das eine Utopie, jedoch auf dem Sziget, dem Island of Freedom funktioniert ein gemeinsames Zusammenleben so vieler unterschiedlicher Nationen. Hier wird für eine Woche deutlich, was friedliches Feiern und Zusammensein bedeutet.

Weiterführende Links

Deutsche Sziget-Seite | Talking Straight | Omnivolant

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Autorinnen:
Rebecca W.
&
Nancy

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