Pop-Kultur Festival 2016

Im Interview mit dem Kurator Martin Hossbach (links) / Quelle: Pop-Kultur
Im Interview mit dem Kurator Martin Hossbach (links) / Quelle: Pop-Kultur

„Wir versuchen uns vom üblichen Festivalzyklus frei zu machen“

Im Vorfeld der zweiten Ausgabe des Berliner Festivals Pop-Kultur spricht der Programmverantwortliche Martin Hossbach mit couchFM über die einzigartige Stellung des Festivals in einer Stadt, die scheinbar schon längst mit musikalischen Angeboten übersättigt ist.

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Jetzt anhören:

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VON Hannah M.
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“Pop-Kultur ist mehr als nur ein Festival” – so steht es auf der Homepage des Festivals. Dass dieser Satz mehr als nur ein abgedroschener Werbespruch ist, beweist sich, wenn man ein Blick auf das Konzept des Festivals wirft. Pop-Kultur bietet schließlich weit mehr als nur die üblichen Band-Auftritte und DJ-Sets eines durchschnittlichen urbanen Festivals. Zu sehen und hören gibt es auch Lesungen, Filme und Talks – alles natürlich rund um das Thema Pop. Oben drauf gibt es einmaliges Nachwuchsprogramm: 250 ausgewählte junge Nachwuchs-Musiker aus aller Welt werden in Seminaren und Workshops gecoacht. Und ihre Lehrer sind keine geringeren als die erfahrenen Musiker, die im Hauptprogramm des Festivals auftreten.

Und auch musikalisch will das Festival eine Alternative zum sonstigen Angebot in Berlin bieten. Martin Hossbach, einer der beiden Kuratoren des Festivals, erklärt was die Auswahl der Musikbeiträge ausmacht:

“Im Idealfall sieht man bei uns die Konzerte, die man noch nie gesehen hat, von den Bands, die hier selten spielen.”

So ist Pop-Kultur ein Festival der “Premieren” – Künstler sind zum ersten Mal in Berlin, führen erstmalig etwas auf, kreieren extra Programme nur für das Festival, treten in ungewöhnlicher Konstellation auf oder präsentieren Stücke, die nie für die Bühne geplant waren. Zudem sind sie im Idealfall gleich bei mehreren Rubriken des Festivals am Start. Die New Yorker Band Liars sei ein gutes Beispiel dafür, wie das Festival funktioniere, erklärt Hossbach.

“Liars haben den Soundtrack zu einem Film gemacht. Der Film wird bei uns zum ersten Mal gezeigt. Der Soundtrack ist eigentlich nicht zur Live-Aufführung vorgesehen, aber wird bei uns gespielt. Und dann treten sie noch bei einem Talk auf.”

Nachdem dieses unkonventionelle Festival-Konzept letztes Jahr seine erfolgreiche Geburtsstunde im Berghain hatte, findet es dieses Jahr in sechs verschiedenen Locations in Neukölln statt. Langfristiges Ziel ist es, alle ein bis zwei Jahre den Kiez zu wechseln. “Andere Räume bedingen andere Ideen”, so Hossbach.

Schon letztes Jahr war couchFM mit dabei: Pop-Kultur 2015 im Berghain / Quelle: couchFM
Schon letztes Jahr war couchFM mit dabei: Pop-Kultur 2015 im Berghain / Quelle: couchFM

Dieses Jahr findet das Pop-Kultur Festival vom 31. August bis zum 2. September statt, unter anderem in Huxley’s Neue Welt, SchwuZ und Heimathafen. Tickets gibt es nicht für das gesamte Festival, sondern ganz einfach für einzelne Veranstaltungen mit mehreren Künstlern gebündelt. Mit dabei sind große Namen wie Metronomy, Mogwai und Thurston Moore (Sonic Youth), aber eben auch viele aufregende Newcomer und unbekannte Nischenkünstler, die ein reinhören und kennenlernen wert sind. Die Geheimtipps des Kurators: die amerikanische Alternative-Pop-Sängerin Alice Cohen sowie die Rapperin SassyBlack.

couchFM wird – wie schon im letzten Jahr – wieder für euch berichten. 


Weiterführende Links:

Homepage Pop-Kultur | Timetable | Tickets | Bericht 2015

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Autorin:
Hannah M.

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