Nichtwähler

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Interview mit Prof. Niedermayer über Nichtwähler

Nichtwähler gefährden die Demokratie. Wer nicht wählt, wählt rechts. Und Nichtwähler interessieren sich nicht für Politik. Ob das wirklich so ist, erklärt uns Prof. Dr. Oskar Niedermayer von der FU.


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GESPRÄCHSSTOFF

Dass in der Menschheitsgeschichte Demokratie und das Recht auf Wahl eher eine neue Erscheinung sind und keine Selbstverständlichkeit scheint fast vergessen zu sein. In den letzten Jahren geht die Beteiligung an Wahlen in Deutschland stets zurück. Bei der Bundestagswahl 2009 lag sie bei 70%. In der BRD gab es eine Wahlbeteiligung über 90% zuletzt in den 70ern. Woher kommt die Entscheidung vieler Menschen nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen? Und welchen Einfluss nimmt das Nichtwählen auf den Wahlausgang? Darüber sprachen wir mit Prof. Dr. Oskar Niedermayer vom Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der FU.

Dass Nichtwähler automatisch rechts wählen stimmt nicht, laut Prof. Niedermayer. Eher bevorzugen nicht abgegebene Stimmen nicht nur rechte Parteien, sondern allgemein kleine Parteien, auch linke.

Und auch das Vorurteil, dass nur politisch desinteressierte Menschen nicht den Weg zur Wahlurne auf sich nehmen stimmt so nicht. So gibt es auch die, die das Parteiensystem ablehnen oder mit der aktuellen Politik nicht zufrieden sind. Auch wenn der große Anteil an Leuten, denen Politik egal ist, nicht verleugnet werden darf.

Weiterführende Links

Prof. Oskar Niedermayer


Autor:
Sebastian