Neue Nachbarschaft

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Marina Naprushinka – Gründerin Neue Nachbarschaft

Neue Nachbarn

Im Jahr 2014 ist kaum ein Tag vergangen, an dem nicht über die weltweite Flüchtlingsproblematik öffentlich diskutiert wurde. Derzeit fliehen über 45 Millionen Menschen aufgrund von Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder wirtschaftlicher Armut aus ihrem eigenen Land. So viele Menschen wie seit Ende des II. Weltkrieges nicht mehr. Circa 77.000 Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2014 in Deutschland gestellt – Tendenz steigend. Die Initiative Neue Nachbarschaft //Moabit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geflüchteten beim Start in Deutschland zu unterstützen. Von Dienstag bis Samstag bietet die Hilfsorganisation Kinderbetreuung, Deutschkurse und bald auch Sportkurse für die Flüchtlinge aus der Umgebung an.

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GESPRÄCHSSTOFF
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Jetzt anhören:
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VON Filli,
Laura
und Kerstin
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Gegründet wurde die Initiative im August 2013 von der gebürtigen Belarussin Marina Naprushinka. Sie ist vor 13 Jahren zum Studium nach Deutschland gekommen – seitdem lebt und arbeitet sie hier. Ein Besuch im Flüchtlingswohnheim in der Levetzowstraße in Moabit habe sie dazu bewogen, die Hilfsorganisation zu gründen, erklärt Naprushina: „Beim Besuchen merkt man was das los ist da drin in der Notunterkunft und das war eine ziemlich harte Situation. Für 300 Mitbewohner waren nur vier Waschmaschinen da. Die waren nur auf 30 Grad eingestellt, heißer konnte man nicht waschen. Lauter so Sachen, wo man sagt, so geht das nicht.“

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Neben zahlreichen Freizeitangeboten für Kinder, bietet die Initiative in den Räumlichkeiten des Kulturhauses „Neue Heimat“ in der Jagowstraße 14 in Moabit einen Deutschstammtisch an. Von Mittwoch bis Freitag 18.00 – 19.30 Uhr können Geflüchtete mit ehrenamtlichen Deutschlehrern ins Gespräch kommen. Professionelle Lehrer gibt es nicht, aber das sei auch nicht der Anspruch der Initiative, wie Naprushkina erklärt. Vielmehr ginge es darum, dass die Flüchtlinge soziale Bindungen aufbauen, da sie teilweise jahrelang statuslos in Deutschland leben und somit weder arbeiten noch studieren können.

Für das nächste Jahr plant die „Neue Nachbarschaft“ das Projekt Integrationsküche wiederzubeleben. Die Idee ist hierbei, dass die Flüchtlinge ein traditionelles Gericht aus ihrem Land kochen und dazu Freunde und Nachbarn einladen können.

Deutschstammtisch
Spielen beim Deutsch-Stammtisch

Weiterführende Links:

Homepage von Neue Nachbarschaft

Neue Nachbarschaft bei Facebook


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Autorinnen:

Filli, Laura & Kerstin

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