Berlinale Shorts

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Hopptornet | Quelle: www.berlinale.de

Filme, die das Leben einfangen

Vom 11. bis 21.02.2016 finden die 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt, oder besser bekannt als die Berlinale. Zu einem wichtigen Teil des Wettbewerbs gehören die Berlinale Shorts. In Konkurrenz um die Bären stehen 26 Kurzfilme aus verschiedensten Ländern. Florentina und Nancy haben sich für euch vorab die Zeit genommen und eine Auswahl der Kurzfilme angeschaut und mit der Kuratorin Maike Mia Höhne gesprochen.

Das größte Publikum wird immer in Blockbuster gelockt, weil sie tatsächlich die meiste Werbung bekommen und mit Schauspielgrößen glänzen. Doch weshalb setzt man sich eigentlich immer freiwillig in stundenlange Filme, um erst am Ende meist wichtige Fakten zu erfahren, ratlos zurückgelassen oder gar enttäuscht zu werden. Selten kann die Spannung und Erzählstruktur über den gesamten Zeitraum aufrecht erhalten bleiben. Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, dass man sich unbedingt in Kurzfilme wagen sollte. Sie sind kleine Kunstwerke, die Lebensausschnitte zeigen, verpackt in bis zu 30 Minuten Spielzeit. Sie arbeiten mit einer ganz anderen Geschwindigkeit, können aber genauso gut wie ein Spielfilm jedes Genre abdecken: Thriller, Drama, Animation, Comedy und Dokumentation.

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GESPRÄCHS-
STOFF
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Nancy


VON NANCY


UND
FLORENTINA
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Ankommen, das ist das Thema dieser Tage. Ankommen in fremden Kulturen, ankommen in einer neuen Heimat und der Versuch zu sich selbst zu finden. Und dieses Ankommen ist auch das große Thema, welches über den diesjährigen Kurzfilmen steht. Jeder Film schafft es, dass die Gedankenreise bei sich selbst endet.

“In diesem Jahr habe ich gesagt das Leitmotiv ist ankommen. Also sozio-politisch, wie auch privat, und das Dazwischen. Und Ankommen bedeutet immer auch Zurückkommen, bedeutet auch ein Stück weit eine Suche, ein Verlorengehen, ein Auftauchen, sich Konfrontieren – es ist ein größeres Bild.” Maike Mia Höhne

Die teilnehmenden Filmemacher sind ebenso gemischt, wie ihre Herkunftsländer. Sowohl Neulinge der Filmbranche, also auch bekannte Gesichter, welche schon öfter am Festival teilgenommen haben, sind vertreten. Zu letzterem zählt auch die in Deutschland geborene Réka Bucsi, welche schon 2013 mit ihrem Animationsfilm “Symphonie n°24” weltweit abräumte, aber auch die Franzosen Jonathan Vinel und Caroline Poggi nehmen in diesem Jahr wieder an der Berlinale teil. Sie gewannen 2014 den Goldenen Bären als bester Kurzfilm “Tant qu’il nous reste des fusils à pompe” (“As long as shotguns remain”).

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FLORENTINA
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Die Berlinale Shorts werden in fünf Blöcken mit je 5-6 Filme in unterschiedlichen Kinos aufgeführt. Egal für welchen Block oder Blöcke sich am Ende entschieden wird, es wird abwechslungsreich. Skurril und lustig wird es bei “Freud und Friends”, bei dem eine Forscherin in einem Traumlabor die absurden Träume ihres Verlobten untersucht. “Tsomet Haruhot” bietet einen israelischen Thriller, in dem ein Pärchen einen Ausflug in den Sinai macht und sich dabei selbst filmt. Der deutsche Animadok-Film “Kaputt” beschäftigt sich mit Burg Hoheneck, dem damaligen zentralen Frauengefängnis der ehemaligen DDR – eine Auseinandersetzung die bewegt und erschreckt.

“Das ist natürlich so übertragbar und das ist das, was kurzer Film eben auch so toll kann. Das er dir in 10 Minuten ein Bild, eine Parabel auf Leben gibt, worüber man im besten Fall lachen kann.” Maike Mia Höhne

Einfach einmal die Augen schließen und zuhören bietet “Das águas que passam”. Der brasilianische Film zeigt Ruhe und Kraft, welche sich im Mann und dem Meer ausdrucksstark beweist. In “El Buzo” taucht Julio César Cu Cámara in die zugemüllte Kanalisation von Mexiko-City ab. Bei “Hopptornet” stehen Menschen vor einem Abgrund, so kommt es ihnen zumindest vor. Ein Sprung vom 10m Brett in einem Schwimmbad, welcher auf einmal ganz neue Lebensfragen aufwirft.
Also nichts wie los ins Kino: Studenten erhalten an der Tageskasse des Kinos 50 Prozent Ermäßigung.


Weiterführende Links

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Florentina

Autorinnen:

Florentina & Nancy

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