Anger Management

FuckYou
Wir denken es, sie besingen es: Fuck you! | Quelle: nainen @ Flickr

Musik aufdrehen, mitschreien, mitfluchen und einfach mal die Wut rauslassen.

Es gibt viele Wege seine Alltagswut rauszulassen: Schreianfälle, Teller zerschmeißen, Rachepläne schmieden, verbale Ausbrüche aller Art, Türen knallen oder sogar eine echte Anger Management-Therapie. Eine der schönsten Varianten ist aber wohl das Ausleben der Aggression in der Musik seiner Wahl. Wie tröstlich, dass auch unsere liebsten Interpreten manchmal einfach nur noch abkotzen wollen!

Jetzt anhören:

KLANGKOMPOTT

Friedi

VON Hannah

Dummi

UND Christina

Die Wut ist wohl eine der unangenehmsten Facetten im Spektrum der menschlichen Gefühle (laut Paul Ekman gehört sie aber zu den sieben Basis-Emotionen, die kulturunabhängig sind). Es ist eben viel zu einfach, über alles Mögliche in Rage zu geraten: die Familie nervt, die Angebetete ruft nicht an, der Ex-Freund ist ein Arsch, der Chef ein Idiot, Trump ist Präsident und die Welt ist sowieso scheiße. Das denken sich wohl auch Musiker von Zeit zu Zeit. Von zartbesaiteten Singer/Songwritern wie Damien Rice über Pop-Queens wie Lily Allen bis hin zu regelrechten Wut-Experten wie Rage Against the Machine. Alle haben sie Grund zur Wut und verarbeiten sie auf ihre Art und Weise zu Musik. Und wieso? – “Ich fühle mich danach auf jeden Fall besser. Es ist eine Art Katharsis”, erklärt der amerikanische Rapper Astronautalis, der alle Wut auf seinem Album “Cut The Body Loose” so richtig herauslässt. Und genauso kathartisch kann es auch für uns Zuhörer sein. Also: Musik aufdrehen, mitschreien, mitfluchen und tschüss, liebe Alltagswut!