X Jazz Festival

Experiment, Crossover, Kreuzberg

Vor der Emmauskirche | Foto: © Tanya Gryniva
Vor der Emmauskirche | Foto: © Tanya Gryniva

Der Geheimtipp aus der Hauptstadt

Was haben das Watergate, der Fluxbau, die Emmauskirche und das Prince Charles gemeinsam? All diese Clubs wurden vom 4. – 8. Mai mit Jazz bespielt, die Musik, die man normalerweise nur in Jazzclubs oder auf Theaterbühnen antrifft. Das wollten Paul Mendelsohn, Florian Burger und Sebastian Studintzky ändern und haben vor drei Jahren das X Jazz Festival ins Leben gerufen, ein musikalisches Großevent im Herzen Kreuzbergs. Mittlerweile ist aus dem Musikereignis ein absoluter Geheimtipp unter den Berlinern geworden. Ein paar Tage vor dem Start erzählen die jungen Veranstalter mehr über die Vorbereitung, das Konzept  und die Herausforderungen.

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Jetzt anhören:

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VON Tanya
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Jazz als Lebenseinstellung

Über 300 Musiker bespielten innerhalb von fünf Tagen die Clubs in Nähe der beliebten U Bahnhöfe Kotti, Görli und Schlesi. Und der Ansturm war groß. Das Erfolgsgeheimnis ist das X vor dem Jazz, was für Experimentieren, Crossover und Kreuzberg steht, wie Paul erklärt. Als Musikrichtung sei Jazz für ihn zu kurz gefasst und gehe über Genregrenzen hinaus. Er versteht unter dem Begriff eine Lebenseinstellung, die sich auch im Programm widerspiegle. Denn das Angebot reichte von Funk, Soul, elektronisch improvisierter Musik, über neue klassische Musik, bis hin zum Singer und Songwriter.

Der Drummer Matze Pröllochs während des ME AND MY DRUMMER Konzerts in der Emmauskirche | Foto: © Tanya Gryniva
Der Drummer Matze Pröllochs während des ME AND MY DRUMMER Konzerts in der Emmauskirche | Foto: © Tanya Gryniva

Berlin based

Das Besondere: Mehr als 2/3 des Line-Ups  wurden durch lokale Musiker vertreten, die ganz nach dem Geschmack der Veranstalter ausgewählt wurden. Bereits ein halbes Jahr vor dem Start des Festivals trafen sie sich im X Jazz Büro in der Skalitzerstraße, um über das Programm zu beraten. Nach anfänglichen 400 Vorschlägen, blieben dann nur 80 übrig, von denen wiederum nur ein Teil im Programmheft auftauchte.

Die Methode bewährte sich, wie die ausverkauften Clubbühnen Berlins zeigten. Im Prince Charles tanzten die Besucher zu  DJ FKJ, in der Emmauskirche lauschten sie dem Dreampop von ME AND MY DRUMMER und groovten zum Funk im Bi Nuu unter der ILHAN ERSAHIN´s ISTANBUL SESSION.

Wer aber eine Auszeit von dem überwältigen Musikangebot brauchte, konnte sich einen Film von und über die Freejazzlegende Günther Sommer  im Yorkkino anschauen oder an einem Artistworkshop mit Michael Clive- Lowe teilnehmen.

Im Privatclub bei der Jamsession mit GLOBAL DANCE KULTURE | Foto: © Tanya Gryniva
Im Privatclub bei der Jamsession mit GLOBAL DANCE KULTURE | Foto: © Tanya Gryniva

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Autorin:
Tanya

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