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Halloween
© Hjördis Tyra

Vom Netz auf die Straße

Aktivismus auf Social Media kennen wir alle. Tollen Artikel gelesen, als Facebook-Status gepostet, zack, Sexismus beendet. Schön wäre es ja. Weil das Patriarchat aber leider sehr widerstandsfähig ist, braucht es meistens ein bisschen mehr.

Dass Social Media Aktivismus aber nicht folgenlos bleiben muss, zeigt seit Oktober 2017 der Hashtag #MeToo. Ausgerufen von der amerikanischen Schauspielerin Alyssa Milano* als Antwort auf die Enthüllungen um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, der reihenweise Frauen gegenüber sexuell übergriffig wurde, schlägt der Hashtag gerade Wellen, deren Konsequenzen weit über die digitale Welt hinausgehen.
Social Media hat nämlich auch eigene Zauberkräfte: Menschen auf der ganzen Welt vernetzen, zeigen, dass man nicht alleine ist und natürlich auf Real-Life-Events hinweisen.


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GESPRÄCHSSTOFF

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Zusammen ein Stück Stadt zurückerobern

Im echten Leben lässt sich die Aufmerksamkeit nämlich nutzen, um Diskussionen anzuregen, Betroffene zu unterstützen und Täter*innen zur Rechenschaft zu ziehen. Wie so etwas aussehen kann, darüber berichtet couchFM-Reporterin Janne, die am 28.10. unter dem Motto “Me Too – Because We Are Many” durch Berlins Straßen zog. Gesprochen hat sie mit Redner*innen, Organisator*innen und natürlich Teilnehmer*innen.

*Als Kampfruf wurde “Me Too” bereits 2007 von der Schwarzen amerikanischen Aktivistin Tarana Burke gebraucht.


Autorin:

Janne