Vermischtes auf’s Maul

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Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts, kurz MMA,. Kaum eine Sportart hat in den letzten Jahren so stark an Popularität gewonnen. Mitten im Wedding trainiert einer der Besten der Welt – neben dem Studium.

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VON Theo
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„Es sieht natürlich brutal aus, einen am Boden liegenden Gegner immer noch weiter zu schlagen. Das ist in der Gesellschaft nicht gerne gesehen.“ Wenn Rany Saadeh von seinem Sport redet, spricht er mit ruhiger und überlegter Stimme. Sein Sport, das ist MMA, eine Mischung aus verschiedensten Kampfkünsten. Wichtig dabei ist es, das betont auch Rany immer wieder, dass man alle Stile beherrscht, um sowohl im Stand, als auch am Boden agil und effektiv zu sein. Und er muss es wissen, denn Rany ist amtierender Weltmeister im Fliegengewicht. Sieben Siege, eine Niederlage, so lautet seine beeindruckende Kampfstatistik. Warum die Niederlage? „Es war mein erster internationaler Kampf und ich wollte das Ding damals alleine durchziehen. Dazu hab ich meine Coaches zu Hause gelassen und mir gleich den besten Kämpfer von ganz Großbritannien ausgesucht“. In der Gewichtsklasse Fliegengewicht zu kämpfen bedeutet, nicht mehr als 57 Kilogramm zu wiegen. Derzeit liegt Ranys Gewicht bei 68 Kilogramm, vor dem nächsten Kampf steht also noch eine strenge Diät an.

Doch Rany ist nicht nur professioneller Kämpfer, sondern auch Student der Sportwissenschaften an der Humboldt Universität. Da stellt sich schon die Frage nach dem Warum, wenn er doch gerade erfolgreich an der sportlichen Karriere arbeitet. Rany meint dazu: „Ich studiere Sportwissenschaften erstmal weil es mich interessiert und weil ich mit dem Abschluss eine kleine Grundlage haben will“. Denn wenn mit dem professionellen Kämpfen irgendwann einmal Schluss sein sollte, gäbe es durchaus auch die Möglichkeit als Trainer zu arbeiten. Auch jetzt schon gibt Rany Seminare und teilt so sein Wissen mit Einsteigern.

couchFM ist heute beim Training mit dabei. Fast jeden Tag trainiert er, manchmal auch mehr als einmal täglich. Lauter Heavy-Metall schallt während des Trainings über die Matten und wird nur noch von Trainer Frank übertönt, der seine Kommandos in anständigem Berliner Dialekt durch die Halle brüllt. Los geht es mit der Erwärmung; Schattenboxen, Ringen am Boden, verschiedene Partnerübungen. Nach einer Stunde geht es dann zur Sache – es wird gekämpft. Rany hat es gleich zu Beginn mit einem Größerem und schwereren Gegner zu tun, trotzdem behält er erst im Stand, dann am Boden die Oberhand. Und dann ein herrlich absurder Moment, als er völlig erschöpft die Matte verlässt: Der Weltmeister blickt auf, grinst und zum Vorschein kommt ein quietsch-bunter Mundschutz mit der Aufschrift Mickey Maus.

Frank ist einer von Ranys Trainern. Mehrere Jahre schon verfolgt er seine Fortschritte und ist sich deshalb sicher, dass von Rany noch einiges zu erwarten sein dürfte: „Rany hat sehr sehr viel Talent und es macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Außerdem ist er noch jung und hat gut und gerne noch 17, 18 Jahre vor sich“.

Sein nächster Kampf findet am 14. November in Birmingham statt, dann gilt es, seinen Titel zu verteidigen. „Ich bin bereit und kann mir auch nicht vorstellen, noch mehr bereit zu sein, wenn es dann wieder dazu kommt, dass die Käfigtür hinter uns verschlossen wird“.


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Autor:
Theo

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