Uni-Assist in der Kritik

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Outsourcing auf Kosten anderer?

Um sich an deutschen Universitäten bewerben zu können, benötigt man eine Hochschulzugangsberechtigung. Diese erlangt man in Deutschland durch das Abitur oder andere vergleichbare Vorbildungen, die dem deutschen Abitur entsprechen. Aber auch als internationaler Studienbewerber muss man Anforderungen und Voraussetzungen erfüllen, die dem deutschen Abitur entsprechen. Inwieweit die ausländischen Zeugnisse und Dokumente den Kriterien der deutschen Hochschulzugangsberechtigung entsprechen, prüft seit 2004 der Verein Uni-Assist e.V.

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UNI-
DSCHUNGEL
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VON JESSICA
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Doch nicht nur die Vorprüfung wird von Uni-Assist e.V. übernommen, sondern auch:

  • die Dokumentation bewerbungsrelevanter Daten
  • die Berechnung der deutschen Entsprechung der ausländischen Abschlussnote
  • die Prüfung der Sprachkenntnisse und studienspezifische Anforderungen
  • die Weiterleitung der vollständischen Bewerbung, soweit diese den Kriterien entspricht.

Noch vor der Gründung von Uni-Assist, haben sich die Universitäten selber um die internationalen Bewerbungen gekümmert. Doch auf Grund der steigenden Bewerberzahlen, ist dies nicht mehr möglich.

Allerdings ist Lasse Thiele, Hochschulreferent beim Asta der FU Berlin, anderer Meinung. Ihm zufolge, versuchen die Universitäten durch Outsourcing Kosten zu sparen. Mittlerweile sind dem Verein 170 staatlich anerkannte deutsche Hochschulen beigetreten. Lasse Thiele beschäftigt sich schon seit Längerem mit dem Verein Uni-Assist. Denn bereits seit einigen Jahren steht dieser in der Kritik und die Beschwerden über mangelnde und langsame Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen häufen sich. Die Bewerbung erfolgt online. Die persönliche Sprechstunde wurde abgeschafft und auch die telefonische Kontaktaufnahme erweist sich als schwierig.

Oftmals dauert die Rückmeldung von Uni-Assist so lang, dass die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen ist. Doch hierbei solle es sich um Einzelfälle handeln, laut Uni-Assist. Für die Vorprüfung der Dokumente werden 75€ für jede Erstbewerbung und für jede weitere Bewerbung an einer anderen Universität werden zusätzliche 15€ fällig. Das Problem an Uni-Assist ist nicht die zentrale Anlaufstelle für ausländische Studienbewerbern, sondern der Fakt, dass die Kosten komplett von den Studenten getragen werden und die Universitäten sich ihren Zuständigkeiten entziehen.

Mittlerweile haben sich Uni-Assist Gegner durch Proteste beim Akademischen Senat Gehör verschafft. Es gibt dringenden Handlungsbedarf, das sieht man nun ein. Ausländische Studienbewerber sollten einen Bewerbungsweg, der durchschaubar und barrierefrei ist, haben. Wie jedoch in man jedoch in Zukunft mit ausländischen Bewerbungen verfährt, ist noch unklar. Man kann gespannt sein.


Weiterführende Links:

Homepage des Uni-Assist e.V.

Die AstaFU über Uni-Assist

Der Tagesspiegel über die Proteste


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Autorin:
Jessica

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