Trauerklöße und Jammerlappen

Titelbild_v1
Oh je, was sind das für Trauerklöße? Ach, nur unsere Moderatorinnen Hannah und Christina, die sich schon mal auf das Klangkompott einstimmen ;-) | Quelle: couchFM

Melancholische Musik von Männern

Wenn die Herren der Schöpfung ihrem Herzschmerz, Kummer und Leid in der Musik freien Lauf lassen, entstehen oft ihre schönsten, emotionalsten und ehrlichsten Werke. Also: zückt schon einmal die Taschentücher, schenkt euch ein Gläschen Wein ein und genießt es, eine Weile in Melancholie zu schwelgen.

Jetzt anhören:

KLANGKOMPOTT

Hannah

VON Hannah

Dummi

UND Christina

“Was hast du der Menschheit jemals Gutes gebracht, außer Musik und Kunst und billigen Gedichten?” Das fragt GISBERT ZU KNYPHAUSEN an die Melancholie gerichtet. Aber natürlich weiß er dabei selbst, dass genau die Musik, die Kunst und die billigen Gedichte das Beste sind, was die Melancholie hervorgebracht hat. Depri-Musik tut ab und zu einfach gut! Die Musiker haben ein Ventil für ihre negativen Gefühle und können ihre Probleme kathartisch verarbeiten und auch die Hörer finden Trost und Verständnis im Ergebnis.

Für alle, die nicht genug davon bekommen, sich von traurigen Moll-Klängen und verletzlichen Männerstimmen in Melancholie mitreissen zu lassen, gibt es in dieser Spotify-Playlist noch mehr davon:

Leider ist Melancholie aber nicht immer nur einfach etwas Schönes, in dem man schwelgen kann. Hinter vielen traurigen Liedern stecken auch schlimme Erlebnisse oder gar schwere psychische Probleme. Es besteht ein unbestreitbarer Zusammenhang zwischen Musik und Depression. Nach einer groß angelegten Studie aus Großbritannien vom November 2016 mit 2.211 Teilnehmern haben Musiker eine über dreimal höhere Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken als der Durchschnitt. Der Beruf ist mit einer hohen sozialen und finanziellen Unsicherheit, Mehrbelastungen und oft auch mit Alkohol-, Drogen und Medikamentenkonsum verbunden, was zu psychischen Erkrankungen führen kann. Allerdings ist es auch möglich, dass die Kausalrichtung umgekehrt verläuft und Personen mit psychischen Problemen häufiger künstlerische Berufe wählen. Besonders groß ist der Zusammenhang zwischen Depressionen und Musik bei Männern: Laut Studien gibt es keine Berufsgruppe, in denen der Anteil der Depressionserkrankungen unter Männern höher ist, als in den künstlicherischen Zweigen.

Weiterführende Links

Spotify-Playlist zum Thema

Psychologische Studie zu Depressionen unter Musikern (2016)

Studie zur Erklärung, warum wir traurige Musik hören (2014)

Übersicht: Depression in künstlerischen Berufen


Autorinnen:

Hannah

Hannah

& Christina