The Poetry Project

Dichterin Rojin links und Journalistin Susanne Koelbl rechts
Die erst fünfzehnjährige Rojin hat ein Gedicht über ihre Heimatstadt Damaskus geschrieben. | 
Foto: Florenz Gilly

Gedichte gegen das Heimweh

Beim Poetry Project schreiben junge Geflüchtete Gedichte: über ihre Heimat, ihre Flucht und ihr neues Leben in Deutschland.

Die jungen Autor*innen aus Afghanistan, dem Iran und Syrien schreiben von ihrem Heimweh, von Krieg und Verlust, aber auch von der Liebe und den Seltsamkeiten, die ihnen in ihrem neuen Leben in Deutschland begegnet sind – Wie kann es zum Beispiel sein, dass die Berliner im Sommer den ganzen Tag im Park liegen oder schwimmen und abends trotzdem noch etwas zu essen finden?

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Die Journalistin Susanne Koelbl hat das Projekt initiiert. Sie will den Dialog stärken zwischen den Jugendlichen, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen, und denen, die hier aufgewachsen sind. Die Schreibworkshops sind deshalb gemischt, es geht darum, dass Geflüchtete und Deutsche von ihren Erfahrungen erzählen können, sich gegenseitig zuhören und voneinander lernen.

Eine der jungen Dichter*innen ist Rojin aus Syrien. Sie ist fünfzehn und kam vor drei Jahren als unbegleitete Minderjährige nach Berlin. Am Anfang wollte sie gar nicht so richtig mitmachen beim Poetry Project, sagt Rojin. Schließlich sei das ja erstmal seltsam, vor so vielen Leuten über seine Gefühle zu sprechen. Mittlerweile hat sie sich auch an Lesungen vor über hundert Leuten gewöhnt und will bald sogar ein Buch schreiben.

In ihrem Gedicht “Damaskus” erzählt sie von ihrer Sehnsucht nach der Stadt, in der sie aufgewachsen ist, und von ihrem Schmerz über das Grauen und die Verwüstung, die der Bürgerkrieg angerichtet hat.

Weiterführende Links:

The Poetry Project


Saida

Autorin:
Charlotte