Studieren ohne Grenzen

Einige der Stipendiat_innen aus Mweso; © Studieren Ohne Grenzen Berlin
EINIGE DER STIPENDIAT_INNEN AUS MWESO; © STUDIEREN OHNE GRENZEN BERLIN

Wie Berliner Studierende sich für die Bildung
in Krisengebieten engagieren

Studieren Ohne Grenzen (SOG) ist die deutschsprachige Sektion der französischen Organisation Études Sans Frontières und wurde 2006 gegründet. Unter dem Motto „Bildung fördern – Selbsthilfe ermöglichen“ engagieren sich deutsche Studierende für die Hochschulbildung in Krisengebieten. couchFM-Reporterinnen Lea und Conny haben sich mit Rosa und Emil von der Berliner Lokalgruppe SOG getroffen und mal genauer nachgefragt.

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UNI-
DSCHUNGEL
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Jetzt anhören:
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VON Conny

und Lea
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Die Arbeit von Studieren Ohne Grenzen basiert auf dem Prinzip „von Studierenden für Studierende“. Der gemeinnützige Verein fördert deshalb ambitionierte Studierende, die sich für Menschen in Krisengebieten, wie Afghanistan, Tschetschenien, der Demokratischen Republik Kongo oder auch Sri Lanka, zivilgesellschaftlich engagieren wollen. Es geht dabei in erster Linie darum, den Menschen vor Ort den Zugang zur Hochschulbildung zu ermöglichen.

Doch warum ist das nötig? Gerade in Krisenregionen fehlt den Menschen oftmals das nötige Geld, um eine akademische Ausbildung finanzieren zu können.

Und genau hier setzt Studieren Ohne Grenzen an: Sie vergeben Stipendien an Studierende, die bedürftig sind und helfen so, die Bildungsinfrastruktur in der jeweiligen Region zu stärken. Dabei arbeiten die 17 deutschen Lokalgruppen sehr eng mit ihren Partnerorganisationen vor Ort zusammen.

Die Berliner Lokalgruppe von SOG zusammen mit ihren Projektpartnern aus Dresden; © Studieren Ohne Grenzen Berlin
Die Berliner Lokalgruppe von SOG zusammen mit ihren Projektpartnern aus Dresden; © Studieren Ohne Grenzen Berlin

Die Berliner Lokalgruppe von Studieren Ohne Grenzen betreut das Projekt in Mweso, im Osten von der Demokratischen Republik Kongo. Sie betreuen 100 junge kongolesische Frauen und Männer, von denen 53 bereits einen akademischen Abschluss erlangt haben und 47 noch studieren. Die Mitglieder der Berliner Lokalgruppe arbeiten alle ehrenamtlich und beteiligen sich finanziell mit einem Mitgliedsbeitrag in Höhe von 12 € im Jahr.

Die Stipendiat_innen aus Mweso bei ihrem Abschlussfest; © Studieren Ohne Grenzen Berlin
Die Stipendiat_innen aus Mweso bei ihrem Abschlussfest; © Studieren Ohne Grenzen Berlin

Studieren Ohne Grenzen stellt die Selbständigkeit der Geförderten in den Vordergrund: Sie können sich mit ihren eigenen sozialen Projekten für eine finanzielle Förderung bewerben und nach ihrem Studium als so genannte „Gestaltenwandler_innen“ wirken. Das bedeutet, dass sie ein Projekt haben, dass am Ende als Multiplikator wirkt – bspw., wenn ein Stipendiant eine Gemüsefarm eröffnet, dann schafft er damit Arbeitsplätze für seine Familie und seine Bekannten, die das Gelernte ihrerseits wieder weitergeben können an ihre Bekannten und Verwandten und so weiter und so fort. Dieser Effekt ist deshalb so wichtig, weil SOG nur sehr begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung hat.

Die Berliner Lokalgruppe SOG beim Kenako Afrika Festival auf dem Alexanderplatz im Sommer 2013; © Studieren Ohne Grenzen Berlin
Die Berliner Lokalgruppe SOG beim Kenako Afrika Festival auf dem Alexanderplatz im Sommer 2013; © Studieren Ohne Grenzen Berlin

Die Mitglieder der einzelnen Lokalgruppen sammeln Spenden und Unterstützung für ihre Förderprogramme in aller Welt. Die gute Nachricht dabei ist: Alle Spendengelder, Patenschaftsgelder oder andere Einnahmen fließen immer zu 100% in die Projekte. So soll sichergestellt werden, dass die Gelder dort landen, wo sie gebraucht werden, damit der Wiederaufbau der einzelnen Regionen auch wirklich fortschreiten kann.

Damit sich die Berliner Lokalgruppe SOG auch zielgerichtet weiterentwickeln kann, bekommt sie von den Menschen vor Ort jedes Jahr einen Jahresbericht zugeschickt, in dem direktes Feedback zu ihrer Arbeit steht – er enthält sowohl Kritik als auch Verbesserungsvorschläge für die zukünftige Arbeit. Studieren Ohne Grenzen realisiert in einem kleinen Rahmen erfolgreich das Prinzip der grenzübergreifenden studentischen Solidarität.

Mitmachen!

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich auch bei Studieren Ohne Grenzen sozial zu engagieren, der ist herzlich eingeladen, einmal bei der Berliner Lokalgruppe vorbeizuschauen und reinzuschnuppern.

Die Berliner Lokalgruppe SOG bei ihrem Postkolonialismus Workshop; © Studieren Ohne Grenzen Berlin
Die Berliner Lokalgruppe SOG bei ihrem Postkolonialismus Workshop; © Studieren Ohne Grenzen Berlin

Die Treffen finden immer am Mittwoch um 19 Uhr in der Luisenstraße 57 statt. Neulinge sind immer gern gesehen. Also nix wie los!


Weiterführende Links:
Offizielle Homepage von Studieren Ohne Grenzen Deutschland
Facebook-Seite von Studieren Ohne Grenzen Berlin
Facebook-Seite von Études Sans Frontières – Studieren Ohne Grenzen Deutschland e.V.


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Autorinnen:

Conny

&
Lea

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