Studieren mit Kind

Peggy mit ihrem zwei Jahre alten Sohn Sam. © Jule Logsch
Peggy mit ihrem zwei Jahre alten Sohn Sam | © Jule Logsch

Mit Kind und Kegel durch den Klausurenstress

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für das Kinderkriegen im Studium. Die Berliner Universitäten und das Studentenwerk haben den Trend erkannt und bieten ein reichhaltiges Unterstützungspacket für die Studi-Eltern an.


[white_box] [four_columns_one]


UNIDSCHUNGEL
[/four_columns_one] [two_columns_one]

Jetzt anhören:

[/two_columns_one] [four_columns_one_last]


VON Jule
[/four_columns_one_last] [divider] [/white_box]

Ein bisschen geschockt war die 29jährige Peggy Tiedtke dann doch, als sie vor knapp vier Jahren erfuhr, dass sie schwanger ist. Schließlich erhielt sie kurz zuvor die Zusage für ein Auslandssemester in Irland – Ein lang gehegter Traum der Bachelor-Studentin, die an der Freien Universität Berlin Deutsche Philologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Doch statt Schafe, Pubs und Riverdance hieß es nun Windelwechseln, utopisch früh aufstehen und nebenbei das Studium wuppen. Geplant war Klein-Sammy nicht, doch Peggys Resumee:

“Mit Kind ist schöner!”

Immer mehr Studierende entscheiden sich für die Elternschaft neben dem Hochschulstudium. Das beobachtet auch Vicky Schiegl, die seit 41 Jahren in der Kita der Technischen Universität Berlin in der Marchstraße 8 arbeitet und diese auch seit fünf Jahren leitet. Die Warteliste für einen Platz in dieser Kindertagesstätte ist lang. Tatsächlich geht der Trend sogar zum Dritt-Kind, sodass ein Großteil der neueröffneten Gruppen hier nur noch mit Geschwisterkindern gefüllt werden.

Die Kindertagesstätte der Technischen Universität Berlin auf dem Campus der Hochschule | © Jule Logsch

Doch wie meistern die jungen Familien diese Doppelbelastung, zu der in den meisten Fällen noch die finanzielle Misere dazukommt? Gutes Zeitmanagement, starke Nerven, engagierte Großeltern, verständnisvolle Dozenten und die Unterstützung der Hochschulen wie auch des Studentenwerkes sind hierbei wichtige Faktoren. So gibt es neben den Uni-Kindergärten, kostenloses Mensaessen für die Kleinen, Still- und Wickelräume sowie Familienzimmer auf den Campus und in den Bibliotheken. Das frühe Kinderkriegen bietet aber auch eine Menge Vorteile. Die Universitäten bieten den werdenden Eltern an, bis zu vier Urlaubssemester zu nehmen. In diesem Zeitraum können sie in Elternzeit gehen und die ersten Jahre mit ihren Kind in Ruhe nutzen und genießen. Währenddessen steht ihnen offen, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen und Punkte zu sammeln. Eine Bonusleistung, die in regulären Urlaubssemestern nicht vorgesehen ist. Und wenn nach dem Studium das ernste Berufsleben wartet, sind die Kinder schon alt genug, sodass die Betreuung gesichert und einem Einstieg ins Karriereleben nichts mehr im Wege steht.

Sicher ist es nicht jedermanns Traum mit dem Buggy über den Campus zu rollern, zumal es für das Projekt “Baby im Studium” einen zuverlässigen Partner braucht, den Peggy in ihrem Freund Pierre gefunden hat. Doch es ist zu meistern. Und – dafür ist Wonneproppen Sam das beste Beispiel – es lohnt sich!


Weiterführende Links

Allgemeine Informationen

Liste der Kitas des Berliner Studentenwerkes

Studieren mit Kind – Infobroschüre


[two_columns_one] [white_box]

Autorin:
Jule

[/white_box] [/two_columns_one] [two_columns_one_last]

Mehr von:

[button link=“https://www.couchfm.de/radiomacher/steckbriefe/Jule-Logsch/“ color=“black“ size=“xlarge“]> Jule[/button] [button link=“http://www.couchfm.de/archiv/unidschungel/“ color=“black“ size=“xlarge“]> Unidschungel[/button] [/two_columns_one_last]

[divider]