Stöbern im Lautarchiv

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Kriege, Dialekte und Prominente

Die Humboldt- Universität besitzt, ähnlich wie andere Universitäten auch,  sogenannte „Universitätssammlungen“. Dazu zählt auch das Lautarchiv, welches sich im musikwissenschaftlichen Seminar befindet. Das Lautarchiv wurde 1920 von Wilhelm Doegen gegründet und beinhaltet Aufnahmen ab ca. 1909. Gelagert werden Schellackplatten, Wachswalzen, Magnettonbänder, Gelatineplatten und auch historische Abspielgeräte. Die Aufnahmen die sich auf den Tonträgern befinden, fanden unter anderem in Kriegsgefangenlagern oder auf Reisen statt. Hierbei war die Intention möglichst die Dialekte und Sprachen aller Völker, sowie Gesänge und Stimmen „bedeutender“ Persönlichkeiten festzuhalten und z.B. sprachwissenschaftlich zu untersuchen.

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UNI-
DSCHUNGEL
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Jetzt anhören:
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VON Charlotte
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Heute versucht man möglichst viel von den vorhandenen Aufnahmen zu digitalisieren und zu erschließen, um weitere Forschung damit zu ermöglichen. Die Aufnahmen, die digitalisiert wurden, kann man in der Datenbank „Kabinette des Wissen“ finden. Zudem existieren zu den meisten Aufnahmen auch schriftliche Dokumente, wie Personalbögen, auf denen z.B. ersichtlich wird wer gesprochen hat und wo die Aufnahme stattfand.

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Viele konnten aber bisher nicht erschlossen werden. Das Problem besteht darin, dass nicht für alle Medien auch die passenden Abspielgeräte vorhanden sind. Zudem sind z.B. einige Wachswalzen von Schimmel befallen und andere Platten durch ihren Alterungsprozess unhörbar geworden. Dadurch wird man bei einigen Platten wohl nie erfahren, was auf ihnen aufgenommen wurde. Gerade deshalb erscheint es sinnvoll, das Lautarchiv zu nutzen und darauf aufmerksam zu machen, denn vor allem durch die Nutzung und Bearbeitung der Aufnahmen von „Spezialisten“ wird es möglich immer mehr über den Inhalt der Aufnahmen zu erfahren.

Denn egal ob Ethnologie Anthropologie, Sprach- Musik- oder Kulturwissenschaften, durch das breite Spektrum der Aufnahmen sind sie für viele Themengebiete interessant. Weitere historische, und vor allem viele Musikaufnahmen, beherbergt das Phonogramm- Archiv, welches sich heute im Ethnologischen Museum befindet.

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Weiterführende Links:

Sammlungsarchiv der HU Berlin

Das Lautarchiv 


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Autorin:
Charlotte

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Mehr von:

[button link=“http://www.couchfm.de/archiv/unidschungel/“ color=“black“ size=“xlarge“]> Unidschungel[/button]

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