Puppenspielkunst

Quelle: DeduloPhotos

„Es ist nicht alles nur Kasperle und Muppets“ – Puppenspielkunst an der Ernst Busch

Puppen sieht man keineswegs nur in Kinderzimmern. Und es sind auch nicht nur Kinder, die mit ihnen spielen. Jung und alt begeistert sich für Puppentheater – mit kleinen Handpuppen wie dem altbekannten Kasperle, oder auch mannsgroßen Geschöpfen. An der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ wird der Diplomstudiengang „Zeitgenössische Puppenspielkunst“ angeboten. couchFM Reporterinnen Lea und Lena trafen sich mit Nadia, die den professionellen Umgang mit Puppen lernt.


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UNIDSCHUNGEL
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VON Lea
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Eigentlich wollte Nadia eine klassische Schauspielausbildung machen. „Ewig und drei Tage“ stand sie schon auf kleineren Bühnen in ihrer Heimat. Die Schauspielschulen lehnten sie ab, auch wenn sie es einige Male in die Endrunde der  Vorsprechen schaffte. Kurz bevor sie frustriert das Handtuch warf, bewarb sie sich, einer spontanen Eingebung folgend, für das Studium der Puppenspielkunst.

Quelle: Axel Thieme

Das Vorsprechen bestritt sie mit einer zerhackten Barbiepuppe, der „bösen, hässlichen Schwester Barbies, die einfach nur Berbie heißen konnte“. Nadia hatte wenig Hoffnung, mit dieser Spontanvorstellung angenommen zu werden – doch es klappte.

Hat ihr ihre Schauspielerfahrung dabei geholfen?

„Ich glaube es ist überhaupt immer im Leben  von Vorteil wenn man mal geschauspielert hat –  mir hat es insoweit geholfen als dass ich nicht so viel Angst hatte auf einer Bühne zu stehen.“

Ihre Freizeit leidet nun sehr unter dem Studium, es ist sehr zeitintensiv und fordert viel persönlichen Einsatz der Studierenden. Nadia und ihre 11 Kommilitonen lernen Fächer wie Puppenführungstechnik, Verslehre, Gestaltungslehre oder Kunst – und Kulturgeschichte. Inzwischen möchte Nadia auch nicht mehr gegen eine klassische Schauspielausbildung tauschen.

„Letztendlich hab ich innerhalb der ersten paar Wochen gemerkt , dass es viel viel cooler ist! Meiner Meinung nach weil sich dafür interessiert wird was in deinem Kopf ist und was für Ideen du hast und jeder perverse Auswuchs deiner Persönlichkeit  gefragt ist und eben nicht, wie toll du jetzt Iphigenie spielen kannst“

Quelle: Jens Fliege

Im Pantomimenunterricht lernen die Studierenden, wie sie ohne Hilfsmittel, also aus nichts, Kunst erschaffen können.

Den Studiengang Puppenspiel gibt es in Deutschland nur an zwei Standorten, Berlin und Stuttgart. Er befähigt die Absolventen nicht nur zum Puppentheater, sie genießen ebenfalls eine Schauspielausbildung, lernen, ihre Stimme und ihren Körper in verschiedenen Formen der darstellenden Kunst einzusetzen. Kulturmanagement und Puppenbau sind ebenfalls Bestandteil der Ausbildung. Die vierjährige Ausbildung an der renommierten „Ernst Busch“ hat es in sich. Aber Nadia und ihre Kommilitonen sind glücklich mit ihrer Wahl, freuen sich auf die Herausforderung und das intensive Erleben auf dem Weg zu ihrem besonderen Diplom.


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Autorin:
Lea

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