Prinzessinnenbibliothek

Einige der Werke sind bereits katalogisiert. © Janina Wildermuth

Warum eine Bibliothek von Stockholm nach Berlin wandert und was diese alles so für Geheimnissen enthält verrät euch CouchFm Redakteurin Janina. Sie wurde in einem ihrer Kurse auf die Prinzessinnnenbibliothek aufmerksam und schnappte sich ihren Dozent und seine Kollegen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

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GESPRÄCHSSTOFF

Das Erbe dreier Prinzessinnen wird publik

Wir lesen gequält irgendwelche Unitexte im Netz. Mal verschlingen wir abends im Bett einen Roman. Dann überfliege wir wieder die Schlagzeilen der Onlinezeitungen in der Bahn – allein, jeder für sich selbst, still. Wir kaufen Bücher in den darauf spezialisierten Läden – Buchladen, wir kriegen welche geschenkt oder finden sie kostenlos auf der Straße in Boxen. Das alles scheint für uns ganz normal zu sein. Im 18 . Jahrhundert lief das allerdings noch ganz anders – seltsam, fand ich, nachdem ich von den Forschungsergebnissen der Prinzessinnen Bibliothek erfahren hab.

Silke Trojahn arbeitet in der Staatsbibliothek zu Berlin in der Abteilung historische Drucke und ist für den Ankauf von alten Büchern zuständig. Sie hat den Kauf der Prinzessinnenbibliothek begleitet und katalogisiert seitdem mit ihren KollegInnen auch die 4500 Bände, die dann im Opac Katalog auftauchen.

Noch bis zum Sommer nächsten Jahres sind die Mitarbeiter der Staatsbibliothek mit der Katalogisierung beschäftigt. Das heißt aber nicht, dass man nicht bereits jetzt schon Bücher daraus lesen könnte. Ganz im Gegenteil, die Prinzessinnenbibliothek ist nicht nur für DozentInnen und BibliotheksmitarbeiterInnen gedacht, sondern auch für interessierte Studenten und Forscher.

Zu einigen Fundstücken zählt auch das Drama „Die edelmütige Äbtissin“, dass 1820 von einer Frau verfasst wurde und überrascht neuzeitig eine Heldegeschichte einer Äbtissing erzählt. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Clemens Räthel schreibt dazu eine deutsche Übersetzung, dessen erster Teil er bei einer Veranstaltung über die Prinzessinnenbibliothek im November bereits vorstellte.

Weiterführende Links:

Die Stabi berichtet über den Erwerb

Autorin:

Janina

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