Podcast Plötzlich Pandemie

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Podcast Plötzlich Pandemie | © Christiane Felsberg

Studis der Deutschen Journalistenschule in München haben den Podcast “Plötzlich Pandemie” ins Leben gerufen. Sie erzählen in fünf Podcast-Folgen von Menschen, die wegen der Corona-Krise umdenken müssen.


Unidschungel

UNIDSCHUNGEL


Wie geht es dir? Bei dieser Frage wollen wir aktuell nicht nur wissen, ob jemand gesund ist, sondern auch, wie alles andere im Leben gerade so läuft. Darum geht es in dem Studierenden Podcast “Plötzlich Pandemie”. Es werden die Geschichten von Menschen erzählt, die sich in dieser neuen Welt zurechtfinden müssen. In jeder Folge interviewen die studentischen Reporter drei Personen. Dabei handelt es sich auch um sehr intime Gespräche, mit Menschen die ihnen sehr nahe stehen. Da wären zum Beispiel die 96-jährige Großtanteder beste Freund oder die eigenen Eltern, die zu Wort kommen.


Folge 1 – #Isoliert

In der ersten Folge haben sich die Reporter gefragt, was die Corona-Krise für Menschen bedeutet, die sich schon vorher Sorgen um ihre Gesundheit gemacht haben. Auch unter den Menschen, die nicht an Covid-19 erkrankt sind, trifft die Corona-Krise einige besonders hart. Für Lilja, Björn und Ev bedeutet die Kontaktsperre ein extremes Alleinsein – im Kreißsaal, in der psychiatrischen Klinik und mit 96 in der eigenen Wohnung.

Folge 2 – #Paarweise

In den letzten Monaten ist das Leben auf wenige Quadratmeter und noch weniger Beziehungen zusammengeschrumpft. Julia ist Single, Jutta und Thomas sind seit dreißig Jahren zusammen und Sybille zieht ihren Sohn alleine groß – die Kontaktsperre ist für alle eine große Herausforderung.

Folge 3 – #Geschlossen

Die Corona-Krise hat viele Menschen in finanzielle Schieflage und in organisatorische Schwierigkeiten gebracht, egal ob sie schon seit einem Vierteljahrhundert im Geschäft sind oder erst durchstarten. Während es Antonios handgemachte Pasta jetzt immerhin im Lieferdienst gibt und Annika versucht, ihren Traum von der Schauspielerei online wahrzumachen, muss Annas frischgerettetes Kino weiter geschlossen bleiben.

Folge 4 – #Begrenzt

In der Corona-Krise haben die EU-Staaten ihre Grenzen dicht gemacht. Und nicht nur die: Malte ist eigentlich nach New York gegangen, um einem Freund mit dessen Dönerladen-Kette auszuhelfen. Doch jetzt sitzt er in Quarantäne fest. Für Antoinette aus Australien fällt das langsersehnte Praktikum in Europa flach. Nur Guido kreuzt noch täglich die Grenze von Deutschland nach Luxemburg, wo er in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung arbeitet und unersetzbar ist.

Folge 5 – #Ausgebremst

Heiner, Daphne, Nisha und Jakob setzen sich für Andere ein – für die Dorfgemeinschaft, für Afro-Deutsche, für das Klima. Die Kontaktsperre zwingt sie, andere Wege zu gehen oder einfach mal die Füße hochzulegen.


In fünf Folgen schafft es der Podcast “Plötzlich Pandemie” sehr persönliche und intime Einblicke in das Leben von 15 Menschen zu geben. Die informativen und berührenden Geschichten machen den Podcast besonders hörenswert.


Empfehlung: Ich rate besonders dazu, die erste Folge anzuhören! Die Geschichten von der 96-jährigen Großtante Ev haben mich zu Tränen gerührt, weil sie schon so viel in ihrem Leben durchgestanden hat und sie eine so positive und dankbare Frau ist. Ich könnte ihr stundenlang zuhören und das bringt mich dazu, dass ich gerne alles über die Flucht und Jugend meines eigenen Opas erfahren möchte. Vielleicht mal zum Hörer greifen und seine Eltern, Großeltern oder sogar Urgroßeltern anrufen und gegenseitig füreinander da sein.


Weiterführende Links:

Deutsche Journalistenschule
Plötzlich Pandemie – Spotify
Plötzlich Pandemie – YouTube

Autorin:

Anso