Plus1-Initiative

Wenn ihr am Wochenende in einem Club feiern geht und dazu noch zu den Glücklichen gehört, die auf der Gästeliste stehen, dann schaut doch mal kurz am Einlass, ob es dort eine Plus1-Spendenbox  gibt. couchFM-Reporterin Elise stellt uns die  „Plus1 Initiative“  vor.

 

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VON
Elise
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Seit Oktober 2015 kann man in Berlin beim Feiern in Clubs, auf Konzerten oder Festivals Geflüchteten helfen. Die Plus1-Initiative  wurde von einer Gruppe von Freunden gegründet, die aus der antirassistischen Szene kommen. Viele von ihnen arbeiten in der Musik-Wirtschaft. Angesichts der dramatischen Situation der Flüchtlinge im letzten Sommer haben sie sich entschieden, ihre Kontakte und ihre Energie zu nutzen, um Geld für die Geflüchteten in Berlin zu sammeln. So wurde die Kampagne Plus1 geboren. Die Idee ist einfach: Jeder Gast auf der Gästeliste spendet mindestens einen Solidaritäts-Euro, der zu gleichen Teilen drei Vereinen zugute kommt.

Stephan Rombach ist Teil von Plus1  und erklärt, wie die Kampagne Plus1 funktioniert:« Plus1 ist eine Initiative, die eine Struktur geschaffen hat, in Berlin und um Berlin herum, die Clubsveranstaltern ermöglicht, Spenden für geflüchtete Menschen zu sammeln. Das heißt ganz konkret: Wir haben eine Logistik von Spendendosen aufgebaut, die wir liefern und auch abholen bei Clubs und Festivals. Und diese werden an den Gästelisten eingesetzt, um dort Leute, die das große Glück haben, umsonst auf Konzerten oder in Clubabende zu kommen, die doch um einen solidarischen Beitrag zu bitten zur Unterstützung der Initiativen, die politische Arbeit für Flüchtlinge leisten. »

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Foto: Plus1

Mit dem gesammelten Geld werden drei Initiativen, die geflüchteten Menschen helfen, für ein halbes Jahr gefördert. Von diesen drei Initiativen soll eine in Berlin aktiv sein. Das ist aktuell Hellersdorf hilft, vorher war es die Initiative Moabit hilft. Eine soll eine politische Initiative sein, die sich auch im Lobbyprozess engagiert: Es ist jetzt die Initiative Women in Exile und es war vorher der Flüchtlingsrat. Und die dritte Initiative hilft und unterstützt Flüchtlinge wirklich vor Ort im Mittelmeerraum: das ist jetzt die Initiative SOS Méditerranée und war vorher Sea Watch.

Im ersten Halbjahr hat Plus1 etwa 50.000 Euro gesammelt, die dann aufgeteilt wurden. Es gibt jetzt im zweiten Halbjahr eine Aktion für Sommerfestivals, die schon über 25.000 Euro eingebracht hat. Mittlerweile unterstützen schon zwischen fünfzig und sechzig Clubs, Festivals und Veranstalter in Berlin die Initiative. Plus1 wird dabei als langfristiges Projekt gedacht: «Es ist angelegt, dass es dauerhaft ist, solange die akute Flüchtligskrise ist sowieso, aber auch darüberhinaus solange es die politische Notwendigkeit gibt, einfach Flüchtlingen zu helfen. Aktuell politisch absehbar ist nicht, dass es ein schnelles Ende finden wird. Und wir wollen dabeibleiben und die Clubsvenues und  Clubbesucher anregen, dass sie solidarisch sind mit der Situation von Menschen, die nicht das Privileg haben, unsere Entertainment-Kultur so zu geniessen, wie wir das machen », sagt Stephan Rombach.

So, nächstes Mal im Club nicht vergessen zu gucken, ob eine Spendedose von « Plus1 – Refugees Welcome » am Eingang steht!

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Foto: Plus1

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Autorin:
Elise

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