Playlist zum Magazin vom 14.08.2015

Nerina Pallot – Rousseau

LP: The Sound And The Fury (VÖ: 11.09.2015)

Findet ein Künstler einmal seine Erfolgsnische, verbleibt er eigentlich auch in ihr. Nerina Pallot macht es anders. 2001 kam ihr Debütalbum “Dear Frustrated Superstar” auf dem Majorlabel Polydor heraus, bliebt aber unter den Erfolgserwartungen. Was folgte war Beef mit der Plattenfirma, Nerinas Trennung und der Neustart beim eigenen Indielabel. Mit der Anti-Kriegshymne “Everybody’s Gone To War” schaffte sie es schließlich ein großes Auditorium für sich zu begeistern. Die Nische für sie schien klar: Singer/Songwriter mit starken Pianoballaden. Jetzt 14 Jahre nach ihrem Start im Musikbusiness hat sie ihren Stil verändert und ist mit ihrem neuen Album “The Sound And The Fury” im Jetzt angekommen.


Der Plot – Colossus

LP: Interrobang (VÖ: 11.09.2015)

Was tun, wenn trotz guter Musik keiner hinhört? Ganz einfach. Man gewinnt eines der freshesten Hip-Hop-Battles. Und geht steil. So zumindestens kann man die Geschichte der Jungs von “Der Plot” zusammenfassen. Nachdem sie 2008 mit “Eselsbrücke” ihre erste Veröffentlichung hatten, war es in den Folgejahren eher etwas ruhiger um sie geworden. Dann startete die Combo aus zwei MCs, Schlagzeuger, Bassist und Gitarrist beim VCB 2012/2013 und ab gehen sie. Dieses Jahr stehen sie mit ihrem 3. Studioalbum “Interrobang” in den Startlöchern und rocken anschließend auf ihrer ersten Headliner-Tour.


Le Very – Opus 77

LP: V (VÖ: 14.08.2015)

Wer “Le Very” hört, merkt gleich, dass das fünf-köpfige Band-Projekt aus Berlin sehr wandlungsfähig ist. Und wer ganz genau hinhört, erkennt die Stimme von Nikolas Tillmann, vormals Sänger der Berliner Gruppe NIAS. Das Debütalbum von “Le Very” kommt im Elektro-Pop-Gewand und serviert uns mit “Numbers” den ersten Song des Albums.


Petite Noir – Best

LP: La vie est belle / Life is beautiful (VÖ: 11.09.2015)

In der Musiklandschaft ein neues Genre zu kreieren ist heutzutage eine Kunst. Es gibt fast kein Genre, das nicht bereits mit einem anderen Genre gemischt wurde. Petite Noir alias Yannick Ilunga macht es dennoch. Der in Kapstadt aufgewachsene Künstler veröffentlichte sein erstes Mini-Album im Januar 2015 und nennt seinen Stil selbstbewusst “Noirwave”. Im September erscheint sein erster Longplayer mit dem Titel “La vie est belle/ Life is beautiful” mit dem der in London wohnende Petite Noir im Sturm unsere Ohren erobern wird.


Whitecliff – Young Lovers

EP: Young Lovers (VÖ: 30.10.2015)

Wer als Indie-Pop-Rock-Band im Vorprogramm der wiedervereinten Libertines spielen darf, hat es geschafft. Aber was kann man auch anderes von einer Band erwarten, die sich während ihrer Ausbildung an Paul McCartneys Liverpool Institute for Performing Arts kennengelernt hat und bei Gary Powell`s Label “25 hours” unter Vertrag steht? Beeinflusst von den Strokes und Artic Monkeys bringen die fünf Jungs dieses Jahr ihre Single “Young Lovers” raus.


Caravan Palace – Lone Digger

LP: <|°_°|> (VÖ: 16.09.2015)

Eine sechs-köpfige Electroswing-Band, beeinflusst von Django Reinhardt, Billy Holiday und Daft Punk. Das sind die Mitglieder der Pariser band Caravan Palace, die ihren großen Durchbruch dem Soundtrack eines Stummfilm Pornos verdanken. Den schrieben sie nämlich auf ein Gesuch einer Film-Produktionsfirma. Von den amourösen Frühanfängen merkt man dem Sextett, das sich nach einer myspace-Suche gebildet hat, auf ihrem aktuellen Album nichts mehr an.


FATONI – Schlafentzug

EP: “C’mon EP” (VÖ: 21.07.2015)

“Schlafentzug” ist eine Single aus der frisch veröffentlichten “C’mon EP” von Fatoni, die seit Mitte Juli zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. Auf der EP sind 6 Songs von 6 verschiedenen Produzenten zu finden, anderem von dem Platin-Produzenten Dexter, Maniac und dem Partner-in-Crime Kollegen Edgar Wasser. Ganz nebenbei gibt’s noch ne große Ankündigung: Ende des Jahres soll ein gemeinsames Album von Dexter und Fatoni erscheinen. Von Dexter produziert und mit Fatoni’s Lyrics. Und auch ansonsten ist Fatoni gerade in aller Munde. Denn bereits im Mai 2014 gabs eine Freedownload-EP mit dem Namen „Die Zeit heilt alle Hypes“ von ihm, die mit 20.000 Downloads beim Musikexpress User-Voting zum Album des Jahres 2014 gekürt wurde.


Florence and The Machine – Queen of Peace

LP: How Big, How Blue, How Beautiful (VÖ: 13.05.2015)

Mit “How Big, How Blue, How Beautiful” haben Florence and The Machine ihren dritten Longplayer auf dem Plattenmarkt gebracht und sich damit in Windeseile an den Spitzen der US- und UK-Charts positioniert.  Bei “Queen of Peace” handelt es sich um die dritte Singleauskopplung des Albums. Während sich ihr zweites Album “Ceremonials” stark mit den Themen “Tod” und “Wasser” beschäftigt waren, hat ihr neues Album vor allem das Thema der Auseinandersetzung mit dem Leben und Lieben in dieser Welt zum Thema. Schon das Plattencover zeigt eine stilistische Veränderung, aber die unverwechselbare Stimme von Florence Welch macht jedes Album eindeutigen “Florence and the Machine”-Produkt.