Playlist zum Magazin vom 13.03.2015

LOT – Ich schlag mich durch

Album: 200 Tage (VÖ: 17.04.2015)

Lot - 200 TageIn den 80ern in roerlin geboren, verschlug es ihn über Thüringen schließlich nach Leipzig – und von dort aus in die Charts. LOT und die Musik – schon früh eine untrennbare Kombi: Im Alter von sechs Jahren fängt er an Klavier zu spielen und singt im Chor, mit 14 kommt die Gitarre dazu und im Laufe der Zeit spielt er zeitweise parallel in 16 Bands. 2013 startet er schließlich als sein eigenes Solo-Projekt. Nach seinem erfolgreichen Radiohit “Warum soll sich das ändern” und einer gleichnamigen EP im vergangenen Jahr, folgt nun im April das Debütalbum namens “200 Tage”. Und das wird ganz im Zeichen der Musik stehen, die man bisher von LOT kennt: deutschsprachiger Pop, der vor keiner Genregrenze Halt macht – “Urban Pop” eben, wie LOT seine Musik selbst betitelt.
GOOD-TO-KNOW: LOT spielt am 19.04. im Privatclub


KAFKA TAMURA – No Hope

Single: No Hope (VÖ: 27.02.2015)

Kafka Tamura - No HopeKafka Tamura – eine britisch-deutsche Newcomerband, deren Geschichte schöner vom Web 2.0 nicht geschrieben hätte werden können: Sängerin Emma – heute zarte 18 Jahre jung – hatte schon mit 13 angefangen Songs zu schreiben. Drei Jahre später stellte die Britin  Songschnipsel bei Soundcloud hoch, auf die die beiden Leipziger Jungs Patrick und Gabriel stießen. Sie kontaktierten die Britin und gemeinsam arbeiteten man zuerst nur im Internet an ersten Songideen. Dann, kurze Zeit später, trafen sich die drei im Real Life und Kafka Tamura war geboren. Ihr Sound besticht durch die erstaunlich reife Stimme von Emma und den von Patrick und Gabriel produzierten großen Klangteppichen, die sich zwischen zarten Klavierklängen und Indie-verliebten E-Gitarren-Zupfereien bewegen – stilistisch nah an The xx dran, aber doch ganz zauberhaft eigen.
GOOD-TO-KNOW: KAFKA TAMURA spielen am 14.03. in der Berghain Kantine


URBAN CONE – Sadness Disease

Album: Polaroid Memories (VÖ: 01.05.2015)

Urban Cone - Polaroid Memories - CMS SourceEs war das Jahr 2010 als sich die schwedischen Jungs Rasmus, Magnus, Tim, Emil und  Jacob in Stockholm zu Urban Cone zusammenschlossen – eine Band, die gitarrenlastigen Indie-  mit elektronischen Pop verbindet. In ihrem Song aktuellen Song “Sadness Disease” sind die fünf Herren mit einem Thema, das den Nerv unserer Generation stärker nicht treffen könnte: Der unmögliche und frustrierende Versuch, dem unrealistischen Schönheits- und Perfektionsstand der Gesellschaft zu entsprechen. Dem nachdenklichen Text schließt sich ein dazu gänzlich konträrer Gute-Laune-Sound an: Frischer, Rock-verliebter Pop, der sich mit dem ein oder anderen Electro-Sound-Schnipsel und quietschende Backbeats zu etwas höchst Melodiösen vereint.

GOOD-TO-KNOW: URBAN CONE spielen am 09.04. als Vorband von Tove Lo im Postbahnhof


SHAKE SHAKE GO – England Skies

EP: England Skies (VÖ: 26.01.2015)

Shake Shake Go - England SkiesShake Shake Go! Der Name ist laut Band auch Programm: selbstreflektierende Lyrics auf eingängigen Indie Folk Melodien. Auf den Namen gekommen sind sie übrigens durch einen 6-jährigen, der ihnen genau diesen als Bandnamen bei einem ihrer Straßenkonzerte in London vorgeschlagen hatte. Shake Shake Go is eine 5-köpfige Band um Sängerin und Texterin Poppy. Zusammengefunden haben sie sich auf dem College, als Gitarrist und Komponist der Band, Marc, die passende Stimme zu seiner musikalischen Version suchte. Zu unser aller Glück haben sie sich gefunden und gehen mittlerweile auch auf große Tour. Bisher “nur” als Voract von zum Beispiel Dan Croll, King Charles oder James Blunt, waren Shake Shake Go zusammen mit Talisco auch schon in Deutschland unterwegs. Am 09.03.15 haben sie nun endlich auch ihre erste Ep veröffentlicht – und die macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

GOOD-TO-KNOW: SHAKE SHAKE GO spielen am 11.05. im Privat Club


DRY THE RIVER – Rollerskate

Album: Alarms In The Heart (VÖ: 25.06.2014)

Dry The River - Alarms in the HeartLaut Facebook ist das einzige Interesse der Band…Kohleabbau. Klingt komisch, ist wohl auch ein Witz. Trotzdem gut für uns, dass “Dry the River” nicht unter Tage bleibt und auch wenn sie ihren Stil als “Stealth Rock” bezeichnen, ihre Musik für jeden findbar publiziert ist. Denn, wenn eine Rockband aus London kommt, und die Mitglieder klingende Namen wie Peter, Matthew, Jon und Scott tragen, ist der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere wohl schon gelegt! Der vielversprechende Chorus beginnt mit “I hit him in the head with a rollerskate”. Wieso, weshalb, warum? Um das rauszufinden, muss man sich auch den Rest des Tracks anhören.
GOOD-TO-KNOW: DRY THE RIVER spielen am 07.04. im Postbahnhof


BROOKE FRASER – Kings & Queens

Single: Kings & Queens (VÖ: 10.04.2015)

Brooke Fraser - Brutal RomanticVier Jahre nach ihrem weltweiten Gute-Laune-Ohrwurm-Song “Something In The Water” liefert die Neuseeländerin mit “Kings & Queens” nicht nur ein langersehntes Lebenszeichen, sondern auch die erste Single aus ihrem im April erscheinenden vierten Album “Brutal Romantic”. Der Song handelt von der Suche nach der eigenen Persönlichkeit und bringt die ermutigende Erkenntnis: auch wenn der Weg lang ist, lohnt es sich alle Kräfte zu mobilsieren, denn am Ende wird eines klar – wahre Könige und Königinnen stecken in uns. So sieht’s mal aus! Während sich die Strophen klanglich auf einen simplen, zurückhaltenden Beat konzentrieren, finden die textlich Hymnen-gleichen Hooks Ergänzung in Feuerwerk-ähnlichen Synthy-Pop-Explosionen auf höchstem Sound-Niveau.


BLONDE FEAT. MELISSA STEEL – I loved you

Single: I Loved You (VÖ: 21.11.2014)

Blonde - I Loved You“Stripped-back, squelchy house no doubt coming to a party near you this summer.” – The Guardian

“A duo who pride themselves on creating only the finest, bubbly house music.” – Mixmag

“Fresh from clocking up millions of plays on both YouTube and Soundcloud.” – Noisey

Internationales Lob gab es schon so einiges für Blonde, nachdem sie mit “Foolish” und “Higher Ground” erst zwei Singles released hatten. Nach der #1 auf HypeM und über 3.8 Millionen Soundcloud Clicks, wurde dann die dritte Single “I loved you” heiß erwartet – und enttäuschte nicht! Die beiden Produzenten Adam Englefield und Jake Manson haben sich über Englefields damaligen (sehr erfolgreichen) Youtube Kanal “Eton Messy” kennengelernt und erste Remixe schon veröffentlicht, bevor sie sich überhaupt in Person getroffen haben.  “I loved you” ist auf jeden Fall ein perfekter Song für den Sommerbeginn, perfekt für Open Air Festivals und perfekt für Cabriofahrten in die Sonne. Also, Sonnenbrillen raus!


Denyo – Gegenwind

Album: Derbe / 17.04.2015

DENYO_COVER_GEGENWIND_1500x1500_72dpiDenyo von den Beginnern ist zurück – mit einem progressiven Rap-Album und einer komplett neuen Version von Hip-Hop-Musik für das Hier und Jetzt. Die absoluten Beginner sollten wohl jedem Hip Hop-Interessierten ein Begriff sein. Damals mit u.a. Jan Delay und DJ Eißfeld, heute ganz alleine. Auf der neuen Singleauskopplung mit dem ungemütlichen Namen „Gegenwind“ baut sich Denyo nun seine ganz eigene Schnellstrasse in die Zukunft, breit wie der dubstep-inspirierte Beat, der wuchtig unter dem schwerelosen Refrain wummert: „Ich pflaster´mir `ne Startbahn, aus deinen Steinen/Und dann heb´ich ab und sammel Meilen“ pfeift es dort von den Dächern, denn „je mehr Gegenwind, desto mehr Auftrieb“. Wenn nicht das perfekte Motto für die Prüfungsphase ist…