Playlist zum Magazin vom 10.04.2015

PARKA – Was das Leben ist

Album: Wir sind auch das, was wir verlieren (VÖ: 24.10.2014)

IsoYp„Ich kann zwar durchaus auf Englisch Songs schreiben, aber in einer Sprache, in der ich nicht Muttersprachler bin, kann ich mich definitiv nicht so gut ausdrücken, wie in meinen eigenen“, sagt Martin, Sänger der in Köln beheimateten Indie-Rock-Band Parka. Kennengelernt während ihres Studiums an der Musikhochschule in Hamburg, machen die drei Herren nun schon seit 2006 zusammen Musik – Musik mit Texten, die jeder verstehen dürfen soll, auch das, was zwischen den Zeilen verborgen liegt, deswegen das Ganze auch auf deutsch. Mit den Texten immer wieder Bezug zum alltäglichen Leben unserer Generation herstellen, darum geht es Parka. Und mit ihrer aktuellen Single stellen sie direkt die eine Frage, die wohl uns allen unter den Nägeln brennt: “Was das Leben ist?“. Ja, was eigentlich?


CAJSA SIIK – Higher

Album: Contra (VÖ: 22.10.2014)

tHwmCSie wird in Musikkreisen schon als Schwedens neuesten großen Pop-Expert gefeiert: Cajsa Siik, Singer/Songwriterin aus Stockholm. In einem kleinen Fischerdorf außerhalb von Umeå geboren wurde, schon längst keine Unbekannte mehr, Dank diverser TV-Shows und Magazine, die ihre Songs zum Einsatz brachten. 2012 veröffentlichte sie ihr Debüt-Album “Plastic House“. Mit ihrer aktuellen Single “Higher“, vom mittlerweile zweiten Album, zeigt sich Fräulein Siik mit einem gewohnt märchenhaften, sphärischen Sound, der so leichtfüßig und leichtfüßig, aber doch schwungvoll daherkommt, dass er seinen Hörer aus dem Hier und Jetzt gleiten lässt. Ein Song und ein Album für alle Lebenslagen – meinen übrigens auch die Kollegen von Noizey: „The perfekt soundtrack to any post-breakup-depression.“ Word!


PURITY RING – Bodyache

Album: Another Eternity (VÖ: 27.02.2015)

FamPuSie haben nix mit der amerikanischen Keuschheitsbewegung der 1990er am Hut, dafür aber mit Musik. Purity Ring – das sind Producer Corin und Sängerin Megan aus Kanada. Über die Blogosphäre kämpften sie sich in den letzten vier Jahren hinein in Indie-Landschaft und begeistern mit ihrem vom Zeitgeist und zarten Electro-Beats durchzogenen Future Pop nicht nur Fans, sondern veranlassen auch die Kritiker zum freudigen Ausbruch des Lobes. In “Bodyache“, der aktuellen Single der zwei Kanadier, präsentiert sich der Future Pop in seiner Soundwelt einmal mehr zerbrechlich, verträumt, gar märchenhaft süß – doch trägt er über den Text eine Note liebestraurige Bitternis, die herztreffender und der unverschönten Realität näher nicht sein könnte.
GOOD-TO-KNOW: PURITY RING spielen am 13.04. im Postbahnhof


SCHLUCK DEN DRUCK – Schnick Schnack Schnuck

Album: Rave ist Karate (VÖ: 15.05.2015)

LznzvZwei Männer aus Berlin-Kreuzberg, die ihre musikalische Bestimmung im Bereich des elektronischen, manchmal emotionalen, aber immer rauschigen Raves gefunden haben –  das sind Locke (Alex) und Mütze (Flo), besser bekannt als Schluck den Druck. Fünf Jahre nach dem Debütalbum “Rausch mit Freunden” soll’s nun rauschig mit Platte #2 weitergehen. Ab dem 15.05. gibt’s die ganze Rausch-Explosion unter dem Namen “Rave ist Karate” zu hören. Bis es soweit ist, liefert die erste Single daraus schon jetzt einen gehörigen Vorgeschmack auf den Rest. “Schnick Schnack Schuck” heißt sie und thematisiert das größte, von allem am meisten gefürchtete Luxusproblem unserer Gesellschaft: Die zu vielen Möglichkeiten, die auf zu wenig Ahnung treffen, für was man sich entscheiden soll… Hilfe!
GOOD-TO-KNOW: SCHLUCK DEN DRUCK spielen am 15.05. ihr Album-Release-Konzert in Berlin. Wo genau, steht noch nicht fest – denn diese Info müssen sich die Fans im Voraus erst erspielen!


DENAI MOORE – Blame

Album: Elsewhere (VÖ: 17.04.2015)

3jjuEMit 10 Jahren zieht Denai Moore mitsamt Familie von Jamaika nach London. Musik begleitete sie schon damals. Von Lauryn Hill schwärmte sie wie wahrscheinlich manch anderer Teenager zu dieser Zeit. Feist, James Blake und Bon Iver wecken später ihr Interesse. Waschechter Soul trifft auf Folk. Demnach nennt Denai ihre Musik kurzerhand “Folksoul”. Nun erscheint nach der vielbeachteten Vorgänger-EP Denais Longplay-Erstling. Die Produktion wurde keinem anderen als Rodaidh McDonald überlassen, dessen exotischer Name bereits auf Produktionen von The XX, Adele, Daughter und Sempha zu finden ist. Bereits 2013 prophezeite uns die Spex, dass uns Denais ausßergewöhliche Stimme wohl noch lange begleiten wird. Wir stimmen zu!
GOOD-TO-KNOW: Am 16.04. spielt Denai Moore ein Konzert im Privatclub


MISTER & MISSISSIPPI – In Between

Album: We Only Part To Meet Again (VÖ: 30.01.2015)

7sV0hInnerhalb der letzten 2 Jahre ging es bergauf für Mister and Mississippi: Ihr Debütalbum aus dem Jahr 2012 wurde von der Presse gelobt und ließ die damals wohl noch als Newcomer in der Branche zu bezeichnende Band so manch einen Preis einheimsen. Die Anhängerschaft war damit gesichert. Nun setzten die 4 Niederländer ihre musikalischer Reise Anfang diesen Jahres mit ihrem neuen Album “We Only Part to Meet Again” fort und beginnen damit gleichermaßen ein neues Kapitel. Klingt verwirrend und unlogisch, doch der Titel des neuen Albums will es so. “We Only Part to Meet Again” handelt vom Abschied und der Gleichzeitigkeit des Neuanfangs, dem Abschied als Balanceakt. Tiefe und Dynamik hören wir darauf. Und den lauthalsigen Schrei nach internationaler Anerkennung.
GOOD-TO-KNOW:  CouchFM hat mit der Band eine Session gefilmt, die es bald bei CouchFM zu sehen gibt. Wir warten gespannt.


LEYYA – Superego

Single: Superego (VÖ: 17.04.2015)

ykYRaLEYYA waren auf einmal da. Ohne Vorwarnung oder Ankündigungen oder große Ambitionen ging ihre EP „Drowning in Youth“ durch die östereichische Indie-Decke. Nach den Erfolgen von „Drowing in Youth“ und „Wolves“ legen LEYYA mit der aktuellen Single „Superego“ noch eines drauf: Eine Hook, die nicht mehr aus dem Kopf geht, zu einem Thema, das schon lange in unseren Köpfen schwebt. Musikalische Selbstreflexion, da kann sich die ein oder andere Pop-Diva bzw. der ein oder andere Hip-Hop oder Schlager-Macho mal ein Scheibchen abschneiden. Das superegoistische dazugehörige Album “Spanish Disco” erscheint am 22.05.


ARKELLS – 11:11

Single: 11:11 (VÖ: 08.05.2015)

kyV3XDie Arkells sind fleißig. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 war die kanadische Band ständig in Bewegung: 4 Juno Awards – das ist sowas wie Kanadas Grammy –  stehen bei ihnen zu Hause rum, ein Auftritt bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver, Support von Namen wie Pearl Jam und Billy Talent. Mit “11: 11” gibt es nun neben “Hey Kids” ein neue Single aus dem im vergangenen Jahr erschienenen Album “High Noon”. Mit „11:11“ zeigt die Band sich poppiger denn je, Uptempo-Indie mit Synthie-Einschlag und ansteckender Hook. Sänger Max Kerman sagt über ihren ersten wahren Lovesong nach fast 10-jähriger Bandgeschichte: „Wir haben schon früher Songs über Liebe geschrieben, aber der Protagonist ist meistens ein Arschloch und die Situation düster. ‚11:11‘ ist das genaue Gegenteil davon. “ Da erweichen die Rocker letztendlich eben doch der Liebe.


Das Magazin vom 10.04.2015
mit Katharina & Markus: