Playlist zum Magazin vom 06.03.2015

TUBBE – Dummheit sticht Armut

Album: Keine Arbeit lieber Tanzen (VÖ: 13.03.2015)

Tubbe - Dummheit sticht ArmutSie heißen Steffi Jakobs und Klaus Schauermann, ihr Markenzeichen sind Nerbrillen und Jogginghosen und zusammen machen sie Musik unter dem Namen Tubbe. Es ist Indie-Electropop, der unter- und überschwellige Ironie in wortwitzigen Texten verpackt und diese auf melodiöse, höchst tanzbare Electrobeats treffen lässt. Man kann das Ganze als eines festhalten: ein beflügelndes, musikalisches Tête-a-Tête von Vorstadtromantik und Großstadtsemantik. Vor zwei Jahren erschien  “Eiscafé Ravetto”, das erste Album des Berliner Electropop-Duos. Das zweite folgt jetzt Mitte März und steht dann unter dem Namen “Keine Arbeit lieber Tanzen” in den analogen und digitalen Plattenläden.
GOOD-TO-KNOW: TUBBE spielen am 20.04. im Privatclub


DIGITALISM – Second Chance

Single: Second Chance (VÖ: 27.02.2015)

Digitalism - Second ChanceSie haben nicht nur hierzulande schon die ganz großen Festivals gespielt – Melt, SonneMondSterne, Hurricane -, sondern sie sind auch außerhalb des Landes höchst gefragte DJs. Jence und Isi – zwei Herren, die sich um die Jahrtausendwende herum in einem Hamburger Plattenladen kennenlernten, anfingen zusammen Musik zu machen und seit 2004 als Digitalism die (inter)nationalen Clubmusik-Szene aufmischen. Die Songs des Electro-Duos sind auf zwei bisher veröffentlichten Platten “Idealism” (2007) und “I Love You Dude” (2011) zu hören und auch den Zockern und Gamern aus diversen Computer- und Videospielen, wie FIFA08 und FIFA12, bekannt. Digitalisms aktuelles Hörstück heißt “Second Chance” und darin heißt es aufmunternd “Forget The Past, It’s Never Too Late”. Recht haben sie!


ALCOHOLIC FAITH MISSION – Another You

Album: Orbitor (VÖ: 20.02.2015)

Alcoholic Faith Mission - OrbitorSie haben nichts mit strandnahen Ferienhäusern am Hut, nichts mit Bier und auch nichts mit Hot Dogs – nein, die 5 Dänen machen Musik! Alcoholic Faith Mission – eine Band aus Kopenhangen, die sich 2006 in New York gründete und sich seitdem nicht nur eine alkoholische Glaubensmission auf die Fahne schreibt, sondern auch eine klangliche zwischen Electronica, Pop und Alternative. “These 5 Danes are out to wreck your heart” heißt es auf ihrer Facebookseite und kommt der Wirkung des neuen, fünften Albums “Orbitor” ziemlich nahe. Darauf zu hören: eine das ganze Werk durchziehende verträumte Atmosphäre in alter 80’s-Synthesizer-Manier, verzaubernde Melodien und Texte über Leben, Liebe, Lust und Vernunft. Rocky dreampop at its best!
GOOD-TO-KNOW: ALCOHOLIC FAITH MISSION spielen am 10.03. im Magnet Club.


DIE ORSONS – Schwung in die Kiste

Album: What Goes (VÖ: 20.03.2015)

DieOrsons_Cover“Eure Beats haben Bass. Unsere Beats haben besser” – wenn die Orsons eins können, dann Ansagen machen. Aktuell eindrucksvoll dargeboten in “Schwung in die Kiste”, dem neuesten Gemeinschafts-Rap-Werk der vier Stuttgarter und Berliner Jungs. Und an Ansagen dieser Art mangelt es dem ganzen Song aufgrund eines Rummelbesuchs zwischen Autoscooter und Wilder Maus nun wirklich nicht – Let’s Go, Let’s Fetz! Noch ein paar dicke Bollywood-verliebte Beats druntergelegt, der ein oder andere subtile Wortwitz draufgepackt – und schon steht der Hit. Und mit dem liefern die Herrschaften nach der ersten, gleichnamigen Single nun Vorgeschmack #2 auf das am 20. März erscheinende Album #4 “What Goes”.
GOOD-TO-KNOW: DIE ORSONS spielen am 16.04. in Huxley’s neue Welt.


LIAM – Schlaflose NACHT

Single: Schlaflose Nacht (VÖ: 17.04.2015)

LIAM - Schlaflose Nacht„Aus dem Keller ins Studio, aus dem Studio in den Proberaum, vom Proberaum auf die Bühnen Deutschlands, von den Bühnen ins Radio“, beschreibt LIAM selbst das letzte Jahr auf der offiziellen Facebookpage. LIAM ist angekommen, im Radio, in der Öffentlichkeit, im Studio, bei sich selbst. Seine Geschichte: eine Kindheit in Asien, ein Umzug in einen Vorort Bielefelds, der Traum von Berlin, von musikalischer Weiterbildung, Barkeeping, der Beginn eines Studiums an der UdK, eine Zusammenarbeit mit bekannten deutschen Produzenten, die Verbannung seines Songs „Herztattoo“ von Youtube auf Grund zu vieler Klicks in kürzester Zeit. Das klingt vielversprechend. Im April erscheint LIAMs erste Single  „Schlaflose Nacht“ und gibt uns in schmachtender Popmanier einen Vorgeschmack auf das kommende Album, auf Emotionen, Energie, Glück und Enttäuschung.
GOOD-TO-KNOW: LIAM tritt am 15.06. in der Berghain/Kantine auf


GHOSTPOET – Sorry My Love, It’s You Not Me

Album: Shedding Skin (VÖ: 02.03.2015)

Ghostpoet - Sorry my Love, it's you not meGhostpoet wagt sich aus seinem Einzelgänger-Schlafzimmerklang-Schraubertum und an seine erste große Bandproduktion. Zwei Jahre nach Obaro Ejimiwes Trennungsschmerz- und Selbstzweifelalbum „Some Say I So I Say Light“ erscheint „Shedding Skin“. Der Mann der langen und verwirrenden, wortspielerischen Titel bleibt seiner melancholisch-düsteren Art auch auf seinem dritten Album treu, doch erreicht er trotzdem einen scheinbaren Höhepunkt der Glücksgefühle. Zumindest in dem Maße, in dem es einem Geisterpoeten gestattet ist. Ejimiwe findet in der Dunkelheit sein inneres Om, begleitet von einem angereicherten Instrumentarium und einer Reihe an souligen bis rockigen Gastsängern.
GOOD-TO-KNOW:  Ghostpoet lommt Anfang Mai mit seiner neuen Band für 3 Liveshows nach Deutschland u.a. am 7. Mai in den Magnet Club.


NNEKA – My Love, My Love

Album: My Fairy Tales (VÖ: 27.02.2015)

Nneka_CoverSeit dem Release ihres Debüts 2005 ging es steil bergauf für Nneka: Lobpreisungen als legitime Nachfolgerin Lauryn Hills, eine Kollaboration mit der Trip-Hop-Größe Tricky und ihre Hitsingle „Heartbeat“. Doch mit dem Wechsel zum Independet-Label Bushqueen Music scheint sich Veränderung anzubahnen. Gerade einmal acht Tracks und eine Reprise finden sich auf Nnekas neuem Album „My Fairy Tales“, wohingegen auf vorigen Alben noch die Regel galt: Unter Fünfzehn Songs geht gar nichts. Nneka fokussiert mit „My Fairy Tales“ auf Qualität nicht Masse, auf Entität, auf Afrobeats, Roots Music und Reggae. Jede Note bekommt ihre Daseinsberechtigung, Nneka erklingt reifer und glatter.
GOOD-TO-KNOW: NNEKA spielt am 26.03. im Kesselhaus in Berlin.


LÙISA – More

Single: Introspection (VÖ: 16.05.2014)

Adobe Photoshop PDFVor fast drei Jahren debütierte die Wahlhamburgerin Lùisa mit ihrem Album „One Youth Ago“, einer Ode an die ungehemmte Offenlegung von Trauer, Hoffnung und Unbekümmertheit. Mit ihrer EP „Introspection“ näherte sich die 22-jährige Singer-Songwriterin im vergangenen Jahr dem Popstrom. Doch im Zentrum der Musik ist und bleibt Lùisas Stimme. Lùisa, das ist Folk-Pop mit Seele, Herz und Verstand, mal rauchig bebend, mal erstaunlich klar. Nun steht das zweite Album kurz vor der Veröffentlichung. Ende Mai soll es soweit sein. Aufgenommen wurde „Never Own“ sowohl auf einem alten Feuerschiff in London, als auch in einem Landhaus an der Nordsee.
GOOD-TO-KNOW: LÙISA spielt am 30.03. im Monarch.