Playlist zum Magazin vom 01.04.2016

KYTES – I Got Something

Single: I Got Something (Vö: 29.04.2016)

Kytes_coverDie vier Münchener Jungs von KYTES sind in ihrer Heimat schon Lokalhelden: Band der Woche in der Süddeutschen Zeitung, zweimal Band der Woche bei Puls, aber auch Newcomer des Jahres bei AMPYA dürfen sie sich nennen. Nach ihrer Debüt-EP On The Run und der gleichnamigen Single, die ihr vielleicht aus der Vodafone CallYa TV Kampagne kennt, kommen sie nun mit ihrer frischen und heiteren Single “I Got Something” daher. Der Song vergleicht das Leben mit einem Glücksspiel – man kann sich nicht aussuchen, wo man geboren wird und wo man aufwächst. Aber mit der Zeile “I got something you should try” fordern sie auf nach Vorne zu blicken und Chancen zu nutzen. Also probiert’s aus und hört rein!


LÉON – Tired of Talking

EP: Treasure EP (Vö: 23.10.2015)

LEON EP COVERBei Lotta Lindgren alias LÉON liegt die Musik in der Familie: die Mutter ist Cellistin, der Vater Komponist. Kein Wunder also, dass die junge Schwedin als Shootingstar 2016 gehandelt wird. Auch Katy Perry meint: “She’s one to watch”. Der Major Plattendeal bei Columbia Records ist ihr auch schon sicher. Zusammen mit dem Produzenten Agrin Rahmani nahm sie letztes Jahr vier Songs für ihre EP Treasure auf und mischt dabei die typische schwedisch kühle Melancholie mit eingängigen Pop-Elementen. Wir finden auch, auf LÉON sollte man ein Auge haben!

Good-to-Know: spielt am 04.04 im Prince Charles


DOTA – Rennrad

Album: Keine Gefahr (Vö: 15.01.2016)

DOTAVor allem in den letzten drei Jahren erspielten sich DOTA und ihre Band einen Platz in der deutschsprachigen Musikwelt. Dorothea “Dota” Kehr ist eigentlich studierte Medizinerin, machte ihren Abschluss 2010, hat aber auch ihr eigenes Plattenlabel Kleingeldprinzessin Records und darauf hat sie nun schon ihr drittes Album Keine Gefahr herausgebracht. Auf ihrer Single “Rennrad” reimt sie wie gewohnt munter vor sich hin und erzählt uns vom Durchbrennen mit dem Typen auf dem flotten Rennrad. Zu doof, dass er schon vergeben scheint…


MISSINCAT – Daylight (Winterkind Remix)

Album: Wire Walker (Vö: 27.02.2015)

MissincatMISSINCAT, das ist Caterina Barbieri aus Mailand, die nun aber schon seit 8 Jahren in Berlin lebt und arbeitet. Ihr Album Wire Walker, also Drahtseiltänzer, ist bereits letztes Jahr erschienen und erzählt vom Balanceakt, den man im alltäglichen Leben durchführen muss. Die großen Themen der Songs sind nicht nur Liebe, sondern auch Verlust und kämpferischer Mut. Der Berliner DJ Winterkind (stilisiert auch: WTRKD) hat sich nun dem Song “Daylight” aus dem Album angenommen und ihm frisch für den Frühling  einen neuen Schliff verpasst. Der Song ist perfekt um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen!


SONO – Cupid

Album: Backyard Opera (Vö: 01.04.2016)

SonoGanze 15 Jahre ist es her, dass die Electropop-Gruppe SONO mit ihrem Hit “Keep Control” die Clubs in USA stürmten. Wochenlang besetzte das Stück den Platz 1 der amerikanischen Billboard Dance Charts. Kaum zu glauben, dass die drei Jungs ein Exportschlager aus Hamburg sind, wo doch ihr Erfolg in Deutschland vergleichsweise verhalten war. Nun veröffentlichen sie ihr fünftes Studioalbum Backyard Opera mit der Single “Cupid”. Stilistisch bleiben sich SONO treu mit einer Verflechtung aus eingängigem, klavierbetontem Pop und treibenden elektronischen Beats zwischen Techno und House, auch wenn das Trio ein wenig ruhiger geworden ist als bisher.

Good-to-Know: SONO könnt ihr am 1. April live im Astra erleben.


TREVOR SENSOR – Texas Girls and Jesus Christ

EP: Texas Girls and Jesus Christ (Vö: 25.03.2016)

Trevor Sensor“Texas Girls and Jesus Christ” – das klingt schon nach staubiger Südstaaten-Idylle, frommen Republikanern und Country-Musikern mit Gitarre in der Hand und Zigarre im Mund. Das ist der Titel der Debüt-EP und ersten Single des Newcomers TREVOR SENSOR. Er kommt zwar nicht aus Texas, sondern aus Illinois, aber musikalisch bewegt er sich strickt in der amerikanischen Folk-Tradition á la Bob Dylan, mit einigen Country-Anleihen. Mit einer uralt-klingenden, rauchigen Stimme und simplen aber prägnanten Gitarrenmelodien schreibt er federleichte Folk-Songs mit erwachsenen Texten über das Leben in einem Land auf der Suche nach Identität. Kaum zu fassen, dass TREVOR SENSOR gerade einmal 22 Jahre alt ist! Damit reiht er sich in die Riege der jungen, talentierten Traditionalisten wie TALLEST MAN ON EARTH und JAKE BUGG perfekt ein und erfreut nicht nur Amerikaner, sondern auch alle anderen Folk-Fans.

Good-to-Know: Den Beweis, dass ein blutjunger Knabe hinter der uralten Stimme steckt, kann man beim Konzert am 13. April im Privat Club in Berlin selbst einholen.


BAAUER – Temple ft. M.I.A. & G-Dragon

Album: Aa (Vö: 18.03.2016)

BaauerMit dem viralen Überhit “Harlem Shake” hat sich BAAUER 2012 international einen Namen gemacht. Obwohl er seitdem nie ganz von der Bildfläche verschwunden ist und immer wieder Tracks in die Charts bringen konnte, hat es ganze vier Jahre gedauert, bis der New Yorker sein offizielles Debütalbum mit dem schlichten Namen Aa herausgebracht hat. Der Sound setzt sich eklektizistisch aus einer wilden, zum Teil widersprüchlich-scheinenden Mischung verschiedenster Genres aus unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammen, die irgendetwas zwischen Electro, HipHop und Trap ergeben. Für die Single “Temple” holt sich BAAUER zudem hochkarätige musikalische Unterstützung: Zu hören sind die amerikanische Rapperin M.I.A., die man von ihrem Hit “Paper Planes” aus dem Film Slumdog Millionaire kennt und der schrille K-Pop-Star G-DRAGON, einem Rapper, Singer/Songwriter, Produzent und Modeikone aus Korea. Das Ergebnis dieser Kollaboration ist ein moderner Track, der ungewöhnlich und massentauglich zugleich daherkommt.


ANOHNI – Drone Bomb Me

Single: Drone Bomb Me (Vö: 10.03.2016)

ANOHNIDie androgyne Transgender-Ikone Antony Hegarty kennt man vor allem als Sängerin von ANTONY AND THE JOHNSONS, die sich mit ihren melancholischen bis herzzerreißenden Balladen einen Namen machten. Für ihr neues Projekt ANOHNI tat sich die Engländerin mit dem amerikanischen Elektronik-Avantgardisten ONEOHTRIX POINT NEVER und dem schottischen Musiker HUDSON MOHAWKE zusammen, der unter anderem Beats für Kanye West produzierte. Der neue Sound ist elektronischer, politischer und wütender – aber Antonys Hegartys Stimme verliert dabei nichts an ihrer unvergleichlichen Zerbrechlichkeit und Schönheit. Das Debütalbum mit dem vielsagendem Titel Hopelessness wird Anfang Mai erscheinen. Mit der zweiten Vorab-Single “Drone Bomb Me” kritisiert ANOHNI die amerikanischen Drohnenangriffe auf Syrien, Afghanistan und Irak und fühlt mit der Trauer und den Schmerzen der zivilen Opfer und Überlebenden der Angriffe. Bemerkenswert ist auch das offizielle Musikvideo zum Lied, in dem Supermodel Naomi Campell die grausamen Zeilen “Drone bomb me / Blow me from the mountains / And into the sea” mit Tränen in den Augen singt. Der harte Text, die zarte Stimme und die kraftvollen Beats gehen bei diesem Anblick noch tiefer unter die Haut!


LIONS HEAD – When I Wake Up

Single: When I Wake Up (Vö: 04.03.2016)

Lions HeadDie Karriere von Ignacio Uriarte begann ungewöhnlich früh: Schon in der Kindheit trat er an der New Yorker Star-Oper Metropolitan auf, sang und tanzte dort, unter anderem mit Größen wie Pavarotti. Nun ist er erwachsen, hat sich von der Klassik abgewandt und gründete mit dem Münchner Produzenten und DJ Filip Bakaija aka CHROME die Band LIONS HEAD. Unter diesem Namen macht er entspannte, sommerliche Gitarrenmusik mit poppigen Beats. Die Single “When I Wake Up” erzählt von der heimlichen Hoffnung auf die große Liebe und gibt einen musikalischen Vorgeschmack auf das im Sommer 2016 erscheinende Debütalbum LNZHD.

Good-to-Know: Aktuell ist LIONS HEAD als Support von Bosse und Joris unterwegs. Auf eigener Tour kann man den Wahl-Münchner am 05. Juni  im Musik & Frieden in Berlin erleben.