Playlist | Festival On Air | 27.04.2015

“Echo” ist das Thema des diesjärigen Sehsüchte Festival. “Denn Echo und Resonanz auf ihre Arbeiten wünschen sich die meisten Filmschaffenden […]”.Grund genug sich auch mit dem “Echo” in der Musik auseinanderzusetzen. Nicht nur Songs von Björk, M83 und Kool Savas sind dem “Echo” gewidmet, auch Pink Floyds Greatest Hits werden unter dem Titel “Echoes” verpackt.

Die Musikreadktion hat auch für die zweite Festival On Air Sendung zum Sehsüchte Festival ihre Musikbibliothek durchforstet.


FRIEDRICH LICHTENSTEIN – Belgique, Belgique

2014

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…and the winner iiiiiis…… Friedrich Lichtenstein mit Belgique, Belgique! Das Musikvideo von Bruno Derksen, in dem der selbsternannte Schmuckeremit aus Berlin singt und mitwirkt gewinnt den Preis für das beste Musikvideo 2015. Die Jury sagt: “Als Jury haben wir klar überprüft, ob wir uns von Lichtenstein verführen lassen. Wir haben jedoch beschlossen, dass wir die Regieleistung als künstlerisch eigenständig empfinden. Das trotz 10 Minuten kurzweilige Video transportiert konsequent die Welt des Künstlers, ohne sich von ihm dominieren zu lassen. Dem Songtext wurde eine neue Ebene hinzugefügt. Der Regisseur traut sich reduziert zu erzählen und zitiert gekonnt bekannte Stilmittel. Das Video ist in allen filmischen Gestaltungsebenen stimmig: Kamera, Schauspiel, Kostüm, Wahl der Drehorte, Schnitt. Besonders die einzigartige Handchoreografie überzeugt.”


KLAXONS –  Echoes

Album: Surfing the Void (20. August 2010)

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Eine Mischung aus Pulp und Science-Fiction, Esoterik und Mythologie gepaart mit der richtigen Menge euphorisierendem Psychedelic-Pop: das sind die Klaxons! Sie gründeteten quasi das Genre „New Rave“ und wurden weltweit für ihre Musikkunst gefeiert. Für ihr Debütalbum erhielten sie sogar den begehrten Mercury Prize. Das zweite Album ließ dann auf sich warten – 3 Jahre sind vergangen bis Surfing the Void erschien. Die harmonischen Vocals und der bestimmte Rhythmus wurden auf dieser Platte durch Sixties-Folk mit elektronischen Elementen ersetzt. Aktuell hörte man eher wenig von der Band.


THE RAPTURE – I need your love

Album: Echoes (08.09.2003)

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“I need your love” erscheint wie ein Echo des späteren Hit-Songs “How Deep is your Love?” vom finalen Album “In the Grace of Your Love” der Band aus dem Jahr 2011. Im März 2014 lösten sie sich stillschweigend auf. Auf dem Debütalbum „Echoes“ gibt es auch einen Song mit dem Namen „Echo“, welchter der Titelsong der britischen Erfolgsserie „Misfits“ wurde.


JAMIE WOON – Echoes

Album: Mirrorwriting (19.04.2011)

jamie-woon1Die elf Songs des Albums, inklusive der Durchbruch-Single „Night Air“ sind durchgängig reduziert und dubbig-elektronisch arrangiert. Woon singt dazu schön in der Tradition eines müden Timberlake, ohne aufdringliche Reize. Er arbeitet vor allem mit seinem Gesang, dazu Sequencing, Drumcomputing und Beatboxen samt Looping. Außerdem beeinflußte ihn der britische Dubstep Musiker Burial:  »Vor einigen Jahren begann ich Songs zu spielen, zu denen mir Burial einige Ratschläge gegeben hatte«, sagte Woon »(Burial) leitete mich zu einer (musikalischen) Richtung und Aussage an.«


KIMBRA – Goldmine

Album: The Golden Echo (11. August 2014)

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Kimbra wurde für ihr zweites Studioalbum von der griechischen Mythologie inspiriert. Dafür zog sie sich eine Zeit lang auf eine kleine Schafsfarm inmitten von Los Angeles zurück. Grund dafür, war der Hype um den Song „Somebody that I used to know“ von Gotye, für den sie mitsang: „I’d been caught up with all the Grammy and Gotye stuff happening, and the touring, the constant affirmation— or praise, or criticism, or self-reflection— everywhere,“ she said. „You get wrapped up in it. Then here I was chilling with a bunch of sheep. And they don’t give a crap who you are. You’re not special to them. You spend time with them and there’s this beautiful kind of harmony of how everything works in that environment. It was a really great space to create.“


OLIVER KOLETZKI & FRAN – Echoes

Album: Lovestoned (03.10.2010)

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„Hypnotized“ erschien auf Koletzkis 2009er Album „Großstadtmärchen“ als erste Veröffentlichung von Koletzki und Fran. 2010 folgte dann bereits die gemeinsame Platte mit dem Name „Lovestoned„. Analoge Basslines („Echoes„) und Frans mal mehr, mal weniger bearbeitete Stimme führen durch die leichten (nicht seichten) Lieder, die vom Kennenlernen zweier Menschen, dem ersten Kuss und beginnender Verliebtheit berichten. Zusammenfassend richtet „Lovestoned“ den Blick noch mehr als sein Vorgänger „Großstadtmärchen“ auf Massentauglichkeit. Der Dancefloor wird aber keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Das allerneuste Werk des Berliner Produzenten heißt übrgigens „I am O.K.“ mit dem er musikalisch zu seinen Techno-Wurzeln zurückkehrt.


THE MORNING BENDERS – Excuses

Album: Big Echo

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Big Echo beginnt mit dem Song „Excuses“ und kommt sonnig, leicht und beeinflusst von der Pop-Balladen Affinität der 50er daher. Mit dem Album „Big Echo“ haben sich The Morning Benders stilistisch verändert und definiert sich durch charmante Melodien und ein Gefühl von San Francisco.  Mit jedem Song versuchen sie einen Hauch Verrücktheit einzuweben. Heute agieren sie als Indie-Rock Band unter dem Namen POP ETC.


MELODY’S ECHO CHAMBER – I follow you

Album:  Melody’s Echo Chamber (02.11.2012)

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Die Französin Melody Prochet (ehemals als My Bee’s Garden unterwegs), schöpft bisweilen, da klassisch ausgebildet, aus dem Melodienschatz der Kammermusik und greift auch gerne mal zum Hall. Aber auch zu vielen anderen Dingen, die ihr vor die Nase gelangen. Ihr gleichnamiges Album könnte somit das letzte bemerkenswerte Lebenszeichen des sogenannten Dream Pops sein. Entstanden ist es zu einem Großteil im nach MacGyver-Manier zusammengebauten Homestudio von Tame Impala’s Kevin Parker in Perth. Der ließ sie sich dort überwiegend allein und autodidaktisch ausprobieren. So entstand ein Pop-Entwurf mit unterschwelligem psychedelischen Anklang, englisch-französischen Texten und elektronischen Versatzstücken.