Original Unverpackt

Original Unverpackt 01 - couchFM

Kampf dem Verpackungsmüll

16 Millionen Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland! Was kann man dagegen tun? – Diese Frage haben sich auch Sara Wolf und Milena Glimbovski gestellt und haben gemeinsam überlegt, wie man dem Ganzen entgegenwirken kann. Seit 2012 haben sie sich mit dem Konzept eines verpackungsfreien Supermarktes auseinandergesetzt. Sie erhielten zur Umsetzung ihrer Idee eine Unterstützung in Form einer Förderung als „Kultur- und Kreativpiloten“, bis sie im Mai 2014 eine Crowdfundingkampagne ins Leben gerufen haben, bei der in kürzester Zeit eine Spendenhöhe von 115.000 € erreicht wurde.

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VON Jenni
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In Deutschland werden, laut Umweltbundesamt jedes Jahr mehr als 16 Millionen Tonnen Verpackungsmüll weggeschmissen. Das ist eine enorme Menge, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel von diesem Müll vollkommen überflüssig ist. Schon im Supermarkt merkt man schnell: Alles ist einzeln eingepackt um möglichst frisch und lange haltbar zu sein. Doch nicht nur Lebensmittel, die schnell verderben sind separat eingepackt: Auch Kosmetika oder andere Produkte, die ohnehin in einer Tube oder einem Schraubgläschen verkauft werden, sind zusätzlich in Karton eingepackt.

Was kann man dagegen tun? – Diese Frage haben sich auch Sara Wolf und Milena Glimbovski gestellt und haben gemeinsam überlegt, wie man dem Ganzen entgegenwirken kann. Seit 2012 haben sie sich mit dem Konzept eines verpackungsfreien Supermarktes auseinandergesetzt.

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„Original Unverpackt“-Aufsteller vor dem Eingang

Der Eröffnung eines verpackungsfreien Supermarktes stand also aus finanzieller Sicht nichts mehr im Weg. Es wurden Produkte gesichtet, getestet und ins Sortiment aufgenommen; Verträge mit Lieferanten ausgehandelt und abgeschlossen. Außerdem wurde nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht, die schlussendlich in der Wiener Straße in Kreuzberg gefunden wurden.  Nach fast zwei Jahren Planung und Kopfzerbrechen eröffnete am 13. September 2014 der erste „Original Unverpackt“-Supermarkt.

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Gelagert werden die Waren vor Ort. Kunden füllen nur die gewünschte Menge ab.

In dem recht überschaubaren Geschäft hat man eine Auswahl an frischem Obst und Gemüse, Brot und Brötchen, sowie Nudeln, Reis und Gewürze, die man sich in mitgebrachten Behältern abfüllen kann. Außerdem bietet das Sortiment von Seife und Kosmetika bis hin zu frischen Milchprodukten alles, was man für den täglichen Bedarf braucht.  Bezahlt wird nach Gewicht, wobei die Behälter im Vorhinein gewogen werden und an der Kasse vom Gesamtgewicht abgezogen werden.

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Jeder selbstmitgebrachte Behälter wird vor dem Einkauf gewogen und bekommt ein Etikett mit der Angabe des Eigengewichtes

Obwohl man eine solide Auswahl an Produkten hat, gibt es immer wieder Kundenwünsche von Artikeln, die noch nicht in den Spendersystemen oder den Abfüllvorrichtungen vorhanden sind. Diese Anfragen werden in einer Wunschliste aufgenommen und bei entsprechendem Kaufinteresse bei der nächsten Produktplanung berücksichtigt. Bei ausreichender Nachfrage wird es auf lange Sicht wohl nicht bei dem einen Supermarkt bleiben. Aber ob das Modell zukunftsfähig ist wird am Ende der Konsument entscheiden.

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Nudeln, Konfitüre, Olivenöl – bei Original Unverpackt steht die Ware im Mittelpunkt

Weiterführende Links:

Homepage von Original Unverpackt


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Autorin: Jenni

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