Nubiyan Twist

Jazz aus London: Die Band Nubiyan Twist | Credit: Website
Aber Jazz in Berlin? Der Ruf als Techno-Hauptstadt eilt Berlin quasi voraus. Doch illegale Raves gibt es auch hier kaum mehr. Die Clubs haben zwar große Namen, aber man kennt sie mittlerweile – genauso wie die Musik. Afrobeat und Disko-Sounds mischen den Berliner Sound gerade auf. Tanzen zu Jazz? Ja, mit der Band Nubiyan Twist geht das super, findet Musiknerd Fabian.

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“Take the risks of music” – das ist ein Motto der Londoner Band Nubiyan Twist, die auf dem X-Jazz Festival in Berlin zu Gast war. Mit ihrem Mix aus Afrobeat, Hip-Hop, Latin oder Ethiojazz stehen sie für die Zukunft des Jazz, die aber auch ihre Wurzeln kennt: So sind auf ihrer aktuellen Platte “Jungle Run” Legenden der afrikanischen Musikgeschichte zu hören. Auf dem sechsten X-Jazz Festival in Kreuzberg gab es mehr als nur Jazz zu hören.

Jazz, was ist das überhaupt? Für die Band Nubiyan Twist ist das Genre höchstens durch seine Offenheit definiert. Dadurch, dass man Jazz wunderbar mit Afrobeat oder Latin-Rhythmen kombinieren kann. Nubiyan Twist ist damit eins von vielen Beispielen aus der britischen Jazz-Szene, die London damit zur neuen Hauptstadt des Jazz gemacht haben.

Für ihre aktuelle Platte “Jungle Run” haben die Musiker von Nubiyan Twist mit Legenden der afrikanischen Musikgeschichte zusammengearbeitet. So hat etwa Tony Allen, der Schlagzeuger von Fela Kuti und Begründer des Afrobeat, sein unverkennbares Schlagzeugspiel für einen Song eingespielt.
Auch Mulatu Astatke kam ins Studio, Ethiojazz-Legende und Vibraphonist aus Ethiopien.Gemeinsam haben sie den Song “Addis to London” aufgenommen.

Für Bandleader Tom Excell war es eine große Ehre, mit diesen Legenden Musik zu machen: “It was incredibly humbling and an amazing privilege to have godfathers of afrobeat and ethiojazz with us in the studio. It makes us feel like we can spread our love and respect for those cultures and share that with other people.”


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Autor:

MaikeHFabian