Neu in der Playlist KW 20

 
 

JUNGLE – Happy Man

Single: Happy Man (Vö 08.05.2018)

Jungle Cover 250x250

Lange Zeit rankten sich Geheimnisse um die Band JUNGLE aus London. “T” und “J”, wie sich Tom MacFarland und Josh Llody-Watson zunächst nannten, veröffentlichten 2013 ihre ersten Singles auf Youtube und erhielten schnell große Aufmerksamkeit. So ist es wenig verwunderlich, dass ihre erste Show ein paar Monate später bereits nach weniger als 24 Stunden ausverkauft war. Das Duo, dessen Sound am ehesten als eine Mischung aus Soul, Pop und Indie gesehen werden kann, zeichnet sich vor allem durch ihren Falsett-Gesang aus. Bis heute stehen die Musiker lieber im Hintergrund und geben wenig über sich preis. Ihre Single “Happy Man” spricht jedoch für sich und hat definitiv Hitpotential.



FOXTROTT – Wait

Single: Wait (Vö 11.05.2018)

FOXTROTT - Wait

Die in Montreal lebende Kanadierin Marie-Hélène L. Delorme entschied sich für ihren Künstlernamen FOXTROTT, da sie der Meinung war, ihr bürgerlicher Name sei für Nicht-Franzosen schwer auszusprechen. Wer bis jetzt noch nicht viel von FOXTROTT gehört hat, darf auf die Zukunft gespannt sein, denn die Sängerin bringt noch in diesem Jahr drei EPs heraus. In diesen EPs verarbeitet sie nicht nur ihre Erlebnisse, sie bringt auch eigene Soundaufnahmen mit ein, die sie während einer längeren Reise durch Mexiko sammeln konnte. Marie-Hélène ist allerdings nicht nur Sängerin, sondern auch Multiinstrumentalistin und produziert die Beats ihrer Pop-Electronic Songs selbst. Ihre erste EP Mediations I kommt bereits im Juni heraus, wir sind schon sehr gespannt darauf.



PLEASE MADAME – Lies

Single: Lies (Vö 12.05.2018)

PLEASE MADAME - Lies

Aus Österreich haben wir in den letzten Jahren ja bereits einige gute Bands entdecken können, PLEASE MADAME sollte man definitiv noch mit in diese Liste aufnehmen. Die 2010 gegründete, vierköpfige Band hat in den letzten Jahren einen großen musikalischen Wandel vollzogen. Nachdem die Jungs zunächst Metal spielten, entwickelten sie sich mit der Zeit zu einer Indie-Rock Band. Der Erfolg zeigte sich 2015, als ihnen der “Austrian Newcomer Award” verliehen wurde. Bereits 2014 waren sie in der Fernsehsendung “Circus HalliGalli” zu Gast. Obwohl die Bandmitglieder allesamt noch studieren, brachten sie im April diesen Jahres ihr Debüt-Album “Young Understanding” heraus. Unbedingt auschecken!

Good-to-Know: PLEASE MADAME spielen am 19.05.2018 im Privatclub in Berlin.



SHADOWPARTY – Celebrate

Single: Celebrate (Vö 10.05.2018)

SHADOWPARTY - Celebrate

Gibt es nicht immer einen Grund zu Feiern? Die neu formierte Band SHADOWPARTY hat nicht nur gleich das Wort “Feier” in ihren Bandnamen integriert, sondern auch die einzelnen Mitglieder blicken bereits auf einige feierbare Erfolge zurück. Die Musiker haben zuvor nämlich in bekannten Bands wie NEW ORDER, DEVO oder VERVE gespielt. Mit diesen musikalischen Erfahrungen bringen SHADOWPARTY im Juli ihr Debütalbum heraus. Nun liefern sie allerdings vorab die Single “Celebrate”, die sich sofort in jede Gute-Laune-Playlist einfügen lässt. Mit ihrer hochrangigen Besetzung haben sie bereits erste Festival-Bookings für den Monat Mai an Land ziehen können. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis man ihren Synth-Pop auch in Deutschland live erleben darf.



ALBERT – Déjà-Vu

Single: Deja Vu (Vö 13.04.2018)

ALBERT - Déjà-Vu

Hört man den Namen ALBERT, denkt man sicherlich nicht zuerst an eine Band. Hinter diesem Namen verbirgt sich allerdings das Frankfurter Indie-Pop Duo um den Sänger und Gitarristen Simon Konrad und den Schlagzeuger und Produzenten Felix Mannherz. Nachdem die Jungs bereits zuvor gemeinsam in der Frankfurter Band CARGO CITY gespielt haben, formierten sie sich 2016 neu und veröffentlichten ein Jahr darauf ihr Debüt-Album Heavy Losses. Die gemeinsame Erfahrung merkt man den beiden auf jeden Fall an. Sie arbeiteten bereits mit dem Produzenten der Band DIE ÄRZTE und den SPORTFREUNDE STILLER zusammen und zeigen mit ihrer neuen Single “Déjà-Vu”, wie gut es klingen kann, wenn man traurige Themen mit positiven Melodien verbindet. Im vergangenen Jahr haben die Jungs eine erfolgreiche Deutschlandtour gespielt. Man darf darauf hoffen, sie ganz bald wieder live erleben zu dürfen.



BEARSON – Go To Sleep (feat. KAILEE MORGUE)

Single: Go To Sleep (Vö 06.04.2018)

BEARSON feat. KAILEE MORGUE - Go To Sleep

BEARSON geht einen DIY-Karriereweg: Vor drei Jahren fing er an, seine Musik bei Soundcloud hochzuladen. Durch die schnelle Verbreitung seiner Musik und das positive Feedback erhielt er wenig später einen Plattenvertrag. Letztes Jahr zählte dann u.a. ein Gig beim Coachella Festival zu seinem Portfolio. Dabei sah es zunächst gar nicht nach einer Musikkarriere für Jakob Bjørn Hanson, wie BEARSON mit bürgerlichem Namen heißt, aus. Erst nach dem Abbruch seines BWL-Studiums kam er zur Musik – eine Erfolgsgeschichte, von der tausende Bedroom-Producer träumen! Für “Go To Sleep” kollaborierte der in Los Angeles lebende Norweger mit KAILEE MORGUE, die letztes Jahr mit ihrem Song “Medusa” erstmals für Aufsehen in der internationalen Musikwelt sorgte. Ein momentan weit verbreitetes Erfolgsrezept: Zwei aufstrebende Künstler mit hitverdächtigem Electro-Pop!



PAUL WHITE – Set The Tone (feat. DENAI MOORE)

Album: Rejuvenate (Vö 27.04.2018)

PAUL WHITE feat. DENAI MOORE - Set The Tone

Der Süden Londons scheint momentan die neue Keimzelle für Musik aus der UK zu sein! Einer ihrer wenig bekannten Akteure ist PAUL WHITE. Der Multiinstrumentalist aus Lewisham war lange die Unbekannte hinter den Stars: Als Produzent krönt seine lange Liste u.a. mehrer Alben des US-Rappers DANNY BROWN. Jetzt wagt er sich mit Rejuvenate aus dem Hintergrund. Ein durchaus passender Titel, da PAUL WHITEs Ambient-Wurzeln deutlich zu hören sind: Das Arrangement von “Set the Tone” ist minimalistisch, Akustikdrums und DENAI MOOREs souliger Gesang wird von subtilen, halligen Saitenspiel begleitet und im Hintergrund mäandert eine Synth-Fläche à la Boards of Canada. Getreu seinem Motto, dass Musik eine Repräsentation der Realität darstellen soll, führt PAUL WHITE uns mit seinem verträumt-psychedelischen Sound in eine Wohlfühloase jenseits von Raum und Zeit.



KIASMOS – Zebra (feat. HÖGNI)

Compilation: 1+1=X (Vö 21.05.2018)

KIASMOS feat. HÖGNI - Zebra

Isländische Künstler haben in unserer Musikredaktion eine besonders starke Zustimmung, was jedoch nicht an ihrer Herkunft liegt, sondern an dem Sound, der viele Veröffentlichungen von der Insel, deren Einwohnerzahl ungefähr der von Kreuzberg-Friedrichshain gleicht, zu einem Exportschlager machen. KIASMOS, bestehend aus Neo-Klassik-Komponist ÓLAFUR ARNALDS und Techno-Artist JANUS RASMUSSEN, spielen seit ihrer gleichnamigen Albumveröffentlichung 2014 in ausverkauften Konzerthallen in Europa und Nordamerika. HÖGNI war jahrelang Sänger der ebenso erfolgreichen Band GUSGUS. Ein weiteres isländisches Supertrio, das zum zehnten Geburtstag des Labels Erased Tapes den Song “Zebra” zur Compilation 1+1=X dazusteuerte. Die Handschriften der drei Künstler sind deutlich zu erkennen: Über einen Piano-Loop erklingen vielschichtig Streichergruppen, das Lied wird von einem 4/4-Beat getragen und erhält durch HÖGNIs zärtliche Stimme eine intime Präsenz. Seit Jahren wird das Ende des sogenannten Island-Hypes vorhergesagt. Bei der Qualität und Fülle an Veröffentlichungen ist das aber schwer vorstellbar!



ÖRVAR SMÁRASON – Photoelectric (feat. SILLUS)

Album: Light is Liquid (Vö 18.05.2018)

ÖRVAR SMÁRASON - Photoelectric

ÖRVAR SMÁRASON komplementiert unsere neuen Lieder aus dem Land der Elfen und Trolle diese Woche und ist bestimmt für die meisten von euch kein Unbekannter. Als Sänger zahlreicher Projekte, unter anderem von FM BELFAST und MÚM, veröffentlichte er bereits 20 Alben. Nebenbei schreibt das Multi-Genie auch noch Gedichte und Romane und studierte Drehbuchschreiben. Aktuell ist er mit SIN FANG und SÓLEY auf Team-Dreams-Welttournee. Trotz allem ist jetzt sein erstes Solo-Album Light is liquid fertig, von dem er selber sagt, dass er sich so in das Projekt vertieft hat, dass er nach der Zeit im Studio nicht mehr in der Lage, Alltagsbegegnungen angemessen zu meistern. Und obwohl sich das nicht mehr ganz gesund anhört: Wir alle könnten uns von ÖRVAR SMÁRASONs Schaffenskraft und Willen eine Scheibe abschneiden!



SIVAN TALMOR – Falling

Album: Immigrants of Lace (Vö tba)

Sivan Talmor

Bereits mit 10 Jahren stand SIVAN TALMOR auf der Bühne als Kinderdarstellerin in Musicals. Ihre Karriere als Sängerin startete aber erst so richtig, als sie die drei Jahre obligatorischen Militärdienst als Frontsängerin der Jazz-Band des israelischen Militärs verbringt. Anschließend richtete sie sich neu aus, kam zum Folk und feierte mit ihrem ersten englischsprachigen Album Fire auch international Erfolge. “Falling” zeigt wiederum die Vielseitigkeit der Israelin: Das Lied geht atmosphärisch eher in Richtung Nouvelle Chanson. Kein Wunder, dass sie neben SIMON & GARFUNKEL auch CARLA BRUNI als große Inspirationsquelle angibt. Wir dürfen also darauf gespannt sein, in welche Richtung sich die Sängerin auf ihrem neuen Album Immigrants of Lace entwickelt.