Neu in der Playlist KW 07

ALICE MERTON – No Roots

EP: No Roots (VÖ: 03.02.2017)

Alice Merton

ALICE MERTON ist zwar im kanadischen Oakville aufgewachsen, mit ihren 23 Jahren ist sie aber schon mehr als zehnmal umgezogen und wohnte in vier verschiedenen Ländern. Immer wenn es wieder soweit war, ließ sie eine Stadt, Menschen und Erinnerungen hinter sich und musste neu beginnen. In “No Roots” spricht ALICE MERTON davon, keine Wurzeln zu haben. Ihr Zuhause beschränkt sich nicht auf Orte – vielmehr sind es die Beziehungen zu Menschen, die zu ihren Wegbegleitern wurden. Die EP No Roots erscheint auf ihrem eigenen Label Paper Plane Records International, welches sie eigens für diese Veröffentlichung gegründet hat.

Good-To-Know:ALICE MERTON spielt am 22. März im Privatclub.


MONA – In The Middle

Album: In The Middle (VÖ: 28.10.2016)

Mona

MONA kommen aus Nashville und sind mittlerweile zu einem Quintett gewachsen. Die Band ist übrigens nach der Großmutter von Frontmann Nick Brown benannt. Nach drei Jahren erschien Ende Oktober mit In The Middle fast wie aus dem Nichts auf dem Indie-Label Bright Antenna eine EP, die das Quintett aus Nashville absolut auf der Höhe zeigt.

Good-To-Know: MONA spielen am 16. März im Musik & Frieden.


ANDREW APPLEPIE – Hit The Gas

Album: 16 (VÖ: 22.10.2016)

Andrew Applepie

Seit Ende 2016 geht es für Andreas Plab alias ANDREW APPLEPIE bergauf. Bis dato war ANDREW APPLEPIE eher ein Spaßprojekt neben anderen Bands wie dem Folk/Indie-Duo CAT STASH. Nun aber haben die Songs, die er früher meist auf langweiligen Zugfahrten am Laptop zusammenschraubte, alle anderen Dinge weit überholt. Vielleicht auch Dank eines gewissen Youtubers – man könnte seine Musik nämlich schon aus den ‘Vlogs’ von Casey Neistat kennen.


BONAPARTE – Melody X

Single: Melody X (VÖ: 10.02.2017)

Bonaparte

Bereits vor zwei Monaten meldeten sich BONAPARTE mit der Single „White Noize“ zurück, um sich im passendsten Polit-Pop über das Große Ganze des aktuellen Zeitgeschehens auszusprechen. Mit „Melody X“ geht Tobias Jundt als Kopf von BONAPARTE noch einen Schritt weiter. Das sich langsam voranmorphende Schlaflied beleuchtet Familie und Mensch von ganz nah, schleicht hinein in die intimen Gemächer und besingt alle schlimmstmöglichen Szenarien – verliert dabei aber die Hoffnung nicht. Im Gegenteil will das moderne Gute-Nacht-Lied aufrütteln und Mut zur Aktion und zum Aufbruch machen.


TEN FÉ – Elodie

Album: Hit The Light (VÖ: 03.02.2017)

TEN FÉ

Ben Moorhouse und Leo Duncan sind die Köpfe hinter TEN FÉ. Kennengelernt haben sie sich beim Musizieren in der Londoner U-Bahn. Für die Produktion ihres ersten Albums verschlug es sie aber nach Berlin, dank des Produzenten Ewan Pearson. TEN FÉ, deren Sound eher als Soft-Rock kategorisiert wird, trifft mit Ewan Pearson auf einen Produzenten, für den der Sound des Techno-Pop im Vordergrund steht. Das Ergebnis Hit The Light überrascht insofern, weil man die Musik nun weder unbedingt als Elektro-Pop noch als Indie-Rock oder Soft-Rock einordnen wird.

Good-To-Know: TEN FÉ spielen am 4. März im Privatclub.


GRANADA – Eh Ok

Album: Granada (VÖ: 16.09.2016)

Granada

Spätestens seit dem österreichischen Exportschlager WANDA ist der Wiener Dialekt in der Popmusik salonfähig geworden. Und auf diesen Zug ist die Grazer Band GRANADA erfolgreich aufgesprungen – und das ohne ein billiger Abklatsch zu sein. Im Gegenteil: Mit dem traditionellen Akkordeon, humorvollen Texten und dem bezaubernden Dialekt im Gepäck erschafft die Band eine schrullige und sehr charmante Version des Indie-Rock.


SARAH FERRI – Displeasure

Single: Displeasure (VÖ: 10.02.17)

Sarah Ferri

Die gebürtige Belgierin und halbe Italienerin SARAH FERRI hat sich mit ihrem 2012er Debütalbum Ferritales durch einen unbeschwerten Gypsy-Swing in die Herzen ihrer Fans gezaubert. Mit ihrem kürzlich erschienenen Nachfolger-Album Displeasure zieht sie nun ganz andere Saiten auf: ein düsterer Grundtenor und persönliche Texte über seelische Zerrissenheit bestimmen das Album und auch die Titel-Single. Den ein oder anderen Fan von LANA DEL REY könnte sie damit hinzugewinnen.


HARLEA – You Don’t Get It

Single: You Don’t Get It (VÖ: 06.01.2017)

Harlea

Eine echte Powerfrau, das ist die HARLEA – und das hört man auch in ihrer Single “You Don’t Get It”, dem gerade einmal zweiten Song, den es überhaupt von der Newcomerin aus London zu hören gibt. Das Stück ist ein feministisch angehauchtes Statement für die Unangepasstheit gegenüber einer von Männern dominierten Welt. Begleitet von einem treibenden Blues-Rock kommt der Song aber zum Glück weniger als ein erhobener Zeigefinger daher, sondern als ein grooviges Pop-Stück, das einfach Spaß macht.


DIRTY PROJECTORS – Cool Your Heart (ft. D∆WN)

Single: Cool Your Heart (VÖ: 08.02.2017)

Dirty Projectors

Schon seit 15 Jahren sind die DIRTY PROJECTORS eine feste Instanz der experimentellen und progressiven Popmusik. Herausfordernde, zum Teil chaotische Songstrukturen und überraschende Wechsel zwischen Electro, R&B, Folk, Klassik und Afro-Beat sind typisch für die Band aus Brooklyn, wie man auch bei ihrer aktuellen Single “Cool Your Heart” erneut eindrucksvoll hören kann. Hierfür haben sie sich zudem namhafte Unterstützung geholt: SOLANGE KNOWLES, Schwester von BEYONCÉ, hat Hand an das Songwriting gelegt und die R&B-Sängerin Dawn Richard alias D∆WN steuert mit Vocals zum Stück bei.


CHANCE THE RAPPER – All Night (ft. Knox Fortune)

Single: All Night (VÖ: 09.02.2017)

Chance The Rapper

Erst letzte Woche konnte CHANCE THE RAPPER zwei der wichtigsten Grammys abräumen: Nicht nur wurde der Rapper aus Chicago als bester Newcomer gekürt, sondern – viel erstaunlicher – auch heimste er mit Coloring Book den Preis für das beste Rap Album ein. Und das, obwohl er für dieses Werk weder ein Label, noch eine physische Veröffentlichung hatte! Dafür bekam er dabei jedoch hochkarätige Unterstützung aus der Popwelt mit Künstlern wie KANYE WEST und sogar JUSTIN BIEBER. Bei der Uptempo-Nummer “All Night” kommt aber der eher unbekannte Nachwuchskünstler KNOX FORTUNE zum Zug.