Misfit Models

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Mehr als die gängigen Schönheitstypen
Misfit Models tanzen in Musikvideos und ziehen sich aus für PETA

Nadine sagt über sich selbst, sie sei eine Barbie-Fehlpressung. Der Grund: Sie ist knapp 190 Zentimeter groß und füllig. Nichts mit 90-60-90. Aber das stört die 32-jährige studierte Heilpraktikerin nicht. Sie nimmt sich und ihre Erscheinung nämlich nicht so ernst. Und gerade, weil sie sich natürlich geben will, hat sie sich bei der Berliner Modelagentur „Misfit“ vorgestellt und wurde auch unter Vertrag genommen.

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GESPRÄCHSSTOFF
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Jetzt anhören:
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VON STEFFI
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„Ich bin auf Del und seine Agentur über einen Fernsehbeitrag aufmerksam geworden und habe ihn dann via Facebook kontaktiert“ erinnert sich Nadine. Ihr erster Job war, in dem Musikvideo zu dem Lied „Schwer in Ordnung“ von dem Singer-Song-Writer Georg auf Lieder zu tanzen. „Ich sollte ein knalliges Oberteil anziehen und einfach nur tanzen und Spaß haben“, erzählt Nadine. Sofort scharrten sich Schaulustige auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes um sie und packten ihre Handy aus, um Nadine zu filmen und zu fotografieren. Gestört hat es sie nicht.

Misfits

Zu „Misfit“ gehört die Berlinerin aus Tiergarten seit Sommer vergangenen Jahres und ist eines von insgesamt 375 Models. Die Altersspanne reicht dabei von 18 bis 80 Jahre. Gründer ist der Brite Del Keens. Seine Karriere begann als sogenanntes Ugly-Mode wie sie in Amerika und Großbritannien gennant werden, schon vor einiger Zeit. „Er wurde zufällig während seines Jobs als Motorradkurier von einem Fotografen angesprochen und dachte sich: „Wenn ich das kann, können andere das auch“, erzählt Boris. Der 40-Jährige ist auch Model für die Agentur und Dels rechte Hand. Er half dem Briten die Agentur aufzubauen und dolmetscht hier und da bei Pressanfragen.

Del sei es sehr wichtig, dass die Models nicht als Freaks dargestellt oder vorgeführt werden, erklärt Boris. „Deshalb legt er auch so viel Wert auf den Namen Misfit, Außenseiter. Das Wort kann sowohl positiv als auch negativ gedeutet werden“, ergänzt das Model. Die Männer und Frauen, die in der Kartei aufgenommen wurden, haben beispielsweise bunte Haare, Piercings, Ganzkörpertattoos, Arm- oder Beinamputationen oder sind über- oder untergewichtig. „Alles normale Menschen, die eben nicht dem klassischen Schönheitsideal entsprechen – eben Charaktermodels,“ sagt Boris.

Für die deutsche Werbung sind diese Models nicht gängig. Sie orientiert sich nach wie vor gerne an klassischen Typen: schlank, blauäugig, blond, eben der adrette Nachbar von nebenan. Das gilt allerdings nicht für die Tierschutzorganisation „Peta“. Die wollte Nadine buchen. Da gerade mal die Tinte auf ihrem Vertrag getrocknet. „Aber ich habe mich dann doch gegen den Job entschieden. Nicht weil ich deren Aktionen blöd finde – im Gegenteil. Ich wollte einfach nicht nackt auf einem große Plakat in der Stadt hängen“, gibt Nadine zu.

Hier das Musikvideo, in dem Nadine tanzt:


Weiterführende Links:

Homepage von Misfits Models


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Autorin: Steffi

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