Lizzie liest

KK_Felix_Krull_edit

„Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“

Warum nicht mal wieder einen Klassiker lesen? Wir hätten da einen passenden Vorschlag: Thomas Manns Roman über einen Hochstapler, der sich vom Liftboy in einem mondänen Pariser Hotel zum … ja, man könnte sagen, Stellvertreter eines Grafen emporarbeitet, begeistert uns mit brillanter Sprache und unwiderstehlichem Charme.

[white_box] [four_columns_one] icon_BIG_Kulturkompass


KULTURKOMPASS
[/four_columns_one] [two_columns_one]

Jetzt anhören:

[/two_columns_one] [four_columns_one_last] Elisabeth


VON Lizzie
[/four_columns_one_last] [divider] [/white_box]

In den „Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“ konfrontiert uns Thomas Mann mit einem Helden, der vollkommen ist: Weltgewandt, souverän, intelligent und mit einem gesunden, zielführenden Ehrgeiz gesegnet. Dazu ist er unvergleichlich charmant und äußerst gutaussehend – kurz: Felix Krull steht auf der Sonnenseite des Lebens. Was er anfasst, wird zu Gold.

Thomas Manns Werk trägt den Untertitel „Der Memoiren erster Teil“. Es ist also unvollendet, was durchaus nicht unbeabsichtigt sein könnte. Sehr interessant ist die Entstehungsgeschichte: Begonnen hat Mann nämlich schon früh, er schrieb ab 1910 daran. 1927 wurde das Erste Buch veröffentlicht – der Roman besteht aus … Büchern. Dann ruhte das Projekt viele Jahre, bis Thomas Mann es Anfang der fünfziger Jahre wiederaufnahm, und 1954 der Roman in seiner heutigen Form erschien.
Warum also sollte man die „Bekenntnisse“ Felix Krulls unbedingt lesen? Zum einen natürlich der wunderbaren, exquisiten Sprache wegen. Zum anderen, weil es ganz einfach faszinierend ist, mit was für einer unverfrorenen Eleganz sich der Protagonist Felix unsere Sympathie erschleicht. Glaubt man seinen unglaublichen Schilderungen – und angesichts von so viel Raffinesse und Unwiderstehlichkeit möchte man wirklich nichts lieber tun – müsste man selbst ihm sofort verfallen. Eigentlich tut man das sogar, und ist beim Lesen nur zu bereit, Felix‘ eigenen Entschuldigungen zu folgen und ihm nicht nur ausgiebiges Selbstlob, sondern auch diverse Diebstähle und gewisse andere Vergehen nachzusehen. Doch kann man den Schilderungen glauben? Hier liegt natürlich genau der Knackpunkt! Das Werk heißt schließlich nicht umsonst „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“.


Weiterführende Links

Link zur verwendeten Ausgabe | Der Hausverlag von Thomas Mann


[two_columns_one] [white_box]

Autorin:
Lizzie

[/white_box] [/two_columns_one] [two_columns_one_last] Mehr von:
[button link=“http://www.couchfm.de/radiomacher/steckbriefe/elisabeth-stursberg/“ color=“black“ size=“xlarge“]> Lizzie[/button] [button link=“http://www.couchfm.de/radiomacher/kulturkompass“ color=“black“ size=“xlarge“]> Kulturkompass[/button] [/two_columns_one_last] [divider]