Kulinarische Wege…

…von Ost und West

BRD und DDR, fast 45 Jahr lang existierten die beiden Staaten nebeneinander und waren unterschiedlichen kulturellen Einflüssen ausgesetzt. Da mag es nicht verwundern, dass beide eigene kulinarische Wege gegangen sind.

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KULTURKOMPASS
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von Jessica

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von Lizzie
& Sabrina
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Verwendetes Musikbett:
"We Will Convince You" von Second Hand Marching Band

Wie heißt was?

Grilleta, Ketwurst und Karlsbader Schnitte ist wahrscheinlich nur einem bestimmten Teil Deutschlands ein Begriff. Denn diese drei Gerichte waren jahrelang fester Bestandteil der Speisekarten der DDR und eine eigene Version von Burger, Hotdog und Toast Hawaii. Während der Westen die aus den USA stammenden Bezeichnungen einfach übernahm, verzichtete man im Osten auf Anglizismen und erfand sich ein deutsches Pendant. So sollte auch der Zusammenhang mit den aus den USA stammenden Fast-Food-Gerichten, die im Westen immer beliebter wurden, vertuscht werden.

Fast Food

Mitte der 70er Jahre wurde in West-Berlin mit Burgerking am Kudamm die erste große Fast-Food-Filiale eröffnet. McDonalds zog erst 8 Jahre später nach, da man Berlin zunächst wegen der langen Transportwege für Lebensmittel scheute. Um dem Konkurrenten die Stirn zu bieten, ließ man sich dann aber ebenfalls am Kudamm nieder. Das stieß bei dem Bezirksamt Charlottenburg jedoch auf wenig Gegenliebe, denn dort fürchtete man um das Image der beliebten Einkaufsstraße.

Doch auch die DDR verzichtete nicht gänzlich auf Fast Food. Um dem westdeutschen „Wienerwald-Hendl“ etwas entgegenzusetzen, wurde in den 60er Jahren wurde die Geflügelproduktion angekurbelt und im ganzen Land entstanden sogenannte Broiler-Bars. 1967 wurden die ersten davon in Berlin eröffnet.

Wie war das mit den Bananen?

Die Banane ist einfach der Klassiker unter den DDR-Running-Gags. Während im Westen exotische Früchte immer beliebter und schließlich alltäglich wurden, waren diese in der DDR entweder überhaupt nicht oder, wie im Fall der Banane, sehr selten zu kaufen. Aus Kuba importierte Orangen waren da schon häufiger zu erstehen. Schließlich besann man sich im Osten dafür auf die einheimischen Früchte. In Kleingärten zog man sich einfach sein eigenes Obst und das Gärtnern wurde zu einem regelrechten Hype in der DDR. Kaffee Verkehrt oder Milchkaffee? Ähnlich wie die Banane ist auch der Kaffee ständiges Thema, wenn es um Lebensmittel der DDR geht.

Denn auch Kaffee war knapp und man musste ihn mit Ersatzkaffee oder, wie im Falle des sogenannten Kaffee Verkehrt – der Name ist Programm – mit viel Milch strecken. Auch im Westen gab es immer häufiger Abweichungen vom klassischen Filterkaffee, nur hießen diese Latte Macchiato, Cappuccino oder Espresso und waren nicht der Lebensmittelknappheit, sondern dem Einfluss aus Italien und den USA geschuldet.

Verschiedene Einflüsse und nicht zuletzt der Einfallsreichtum der DDR-Bürger, mit dem man der problematischen Lebensmittelsituation Herr werden wollte, haben den Speiseplan in Ost und West geprägt. Heute können wir die Ergebnisse auf beiden Seiten gleichermaßen genießen.


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Jessica


Autoren:
Jessica, Lizzie & Sabrina

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