“Kanada-Special”

Lake Louise in Kanada | Quelle: Albrecht Köhler

Ahornsirup, Hockey und …verdammt gute Musik

O Canada! Our home and native land!…so besingen die Kanadier ihr geliebtes Land. Und sie haben wirklich jeden Grund stolz zu sein. Nicht umsonst zählt beispielsweise Vancouver zu den Städten mit der besten Lebensqualität. Es gibt einfach alles: Natur pur im Kontrast zur modernen pulsierenden Stadt, gute Arbeitsbedingungen und unglaublich freundliche Menschen. Das Kanadier ihre charmanten Eigenarten haben, weiß man spätestens seit Robin Scherbatzki aus der Serie “How I Met Your Mother”. Doch uns beschäftigen im Klangkompott natürlich die kanadischen Musiker, die einfach überall vertreten sind. Manchmal ist es einem gar nicht richtig bewusst wie viele bekannte Musiker aus Kanada stammen. Louis und Nancy klären euch auf.

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KLANGKOMPOTT
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Jetzt anhören:
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Von Louis

Nancy


& Nancy
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Von Nelly Furtado über Nickelback bis hin zu Justin Bieber: Der musikalische Mainstream ist tatsächlich gefüllt mit kanadischen Artists. Wir wären aber nicht couchFM, wenn wir uns nicht ein bisschen abseits dieses Mainstreams bewegen würden um euch im Klangkompott die kleinen und damit viel interessanteren Künstler vorzustellen. Da wäre beispielsweise CHILLY GONZALES: ein vielseitiges Talent, der von Pop, über Klassik, bis Hip Hop musikalisch so ziemlich alles abdeckt und sich nicht umsonst als “musical genius” bezeichnet! Viele werden ihn wohl immer mit Berlin in Verbindung bringen, denn hier hat er, bevor er nach Köln gezogen ist, viele Jahre gelebt und gearbeitet. Doch Chillys kanadischer Herz schlägt natürlich noch weiter und so kommt es immer wieder vor, dass er mit anderen kanadischen Künstlern zusammenarbeitet. Die prominenteste Musikerin ist mit Sicherheit Multitalent FEIST. Die beiden verbindet seit ihren gemeinsamen Anfängen in Toronto eine enge Freundschaft.

Die Indie-Pop-Band HEY ROSETTA! schafft es durch ihren einmaligen Sound tatsächlich über die Stränge schlagen. Auf ihrem Album finden sich kaum Songs, welche die Sechs-Minuten-Marke nicht überschreiten. Nur auf Drängen des Managements ließ sich die Band überzeugen, mit “Kintsukuroi” einen radiotauglichen Dreiminüter aufzunehmen. Ähnlich unverwechselbar klingt die Elektro-Gruppe AUSTRA, welche ebenfalls aus dem Hotspot Toronto stammt und sich um die Sängerin Katie Stelmanis formiert hat. Mit ihrer besonderen melancholischen Stimme schafft sie es der elektronischer Musik eine ganz neue Richtung zu geben.

Selbstportrait von Max (Arkells) | Quelle: Christin Marie Arold

Es gibt eine Band, die in den letzten Jahren auf keiner Kanada-Playlist fehlen darf: ARKELLS. Feinste Rockmusik mit einem Hauch der Eighties. In Vorbereitung auf das Klangkompott haben Christin und Nancy den Sänger Max treffen können und als euren Reise-Guide engagiert. Er verrät welche Orte in Kanada super sind und welche Festivals man auf keinen Fall verpassen sollte. Außerdem, dass der nächtliche Hunger um 3-4 Uhr anstelle von Döner und Currywurst mit Schawarma,Pizza und Burritos gestillt wird. Klingt gar nicht so kanadisch..stimmt, denn als die typischen kanadischen Stereotypen sehen sich die Jungs aus Hamilton/Ontario nicht. Seit ihrem ersten Album “Jackson Square” von 2008 geht es nur noch bergauf für die ARKELLS. Angefangen hat alles als Support von Größen wie zum Beispiel Billy Talent und jetzt besitzen sie bereits die Juno-Awards “Group Of The Year” und “Rock Album Of The Year” für das neueste Werk “High Noon”. Max hat uns erzählt, dass das nächste Album schon in Arbeit ist und vorrausichtlich im Sommer 2016 erscheinen wird. Dann geht es bestimmt wieder auf Tour und Max kann mit seinem Fahrrad noch mehr vom “exciting place to be”-Berlin entdecken, bevor er am Abend die Massen einheizt. Ein Konzertbesuch lohnt sich auf jeden Fall!

Arkells Deadline Live in Berlin 2013


ARCADE FIRE ist und bleibt eine der legendärsten kanadischen Bands, die die musikalische Landschaft immer wieder durcheinandergewirbelt haben. Die beiden Gründungsmitglieder Win Butler und Régine Chassagne verbindet mehr als ihre Musik, denn im August 2003 haben sie geheiratet. Ein Jahr später entstand ihr Debütalbum “Funeral” , mit dem sie die gesamte Musikwelt überraschten. Für “Neon Bible” (2007) verwandelten sie eine alte Kirche in ein Tonstudio und mit “Suburbs” (2011) konnte ihre Karriere mit einem Grammy gekrönt werden. Einen Grammy hat PEACHES zwar noch nicht, dafür war sie mit ihren expliziten Songs und Performances nicht viel weniger in den Schlagzeilen. Die in Toronto geborene Künstlerin spielt bewusst mit Genderklischees und -stereotypen und persifliert auf kreative Art und Weise unsere Gesellschaftsbild von Sexualität. Im Dezember 2015 konnte man sie im Berliner Huxleys erleben. Damit bleibt sie der Stadt treu, die seit 2000 zu ihrer zweiten Heimat geworden ist.

Peaches | Foto: Louis Killisch

Wenn man sich so umhört, gehört DRAKE zu den Künstlern, die man nicht sofort mit Kanada in Verbindung bringt, sondern eher mit den USA. Es wird wohl immer so bleiben, dass Kanada, als eigentlich zweitgrößestes Land, ständig nur wie ein kleiner Bruder der Staaten angesehen wird. So unscheinbar ist es manchmal. DRAKE ist jedenfalls mit 1,8 Milliaraden Klicks, der meistgestreamte männliche Künstler 2015 auf Spotify geworden, was nicht zuletzt an den Parodien zu seinem “Hotline Bling”-Clip liegt. Einen kleinen Durchbruch schafften ebenfalls THE STRUMBELLAS. 2015 erschien ihr Album “We still move on Dancefloors” endlich in Deutschland, für das sie schon 2014 den kanadischen Juno-Award für “Roots & Traditional Album of the Year” erhielten.

LIGHTS, alias Valerie Anne Poxleitner, ist eine kanadische Singer-Songwriterin, die sich mit ihrem zweiten Akustikalbum “Siberia” einen internationalen Ruf erarbeitete. Sie interpretiert ihr Songs zusammen mit Max Kerman von den ARKELLS, aber auch mit COEUR DE PIRATE, einer jungen Künstlerin, welche fast ausschließlich in der zweiten Landesspache Französisch singt.


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Autor_in:
Louis &
Nancy

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