Flüchtlings-Uni

Engagement der Berliner Unis für Flüchtlinge

Seit diesem Sommer wurden die geschätzten Prognosen über die Zahlen der nach Deutschland strömenden Geflüchteten mehrmals nach oben korrigiert. Aktuell gehen die höchsten Schätzungen von insgesamt 1,5 Millionen Menschen aus, die hier im Jahr 2015 ankommen werden.
Einige von denen, die zu uns kommen, haben in ihren Herkunftsländern studiert und sind somit potentielle Fachkräfte. Doch die Integration der Geflüchteten in Deutschlands Universitäten ist oft noch mit großem bürokratischem Aufwand verbunden. Um zu verhindern, dass die Akademiker von morgen in den Aufnahmelagern der Dinge harren müssen, die dann doch nicht kommen, haben sich auch die drei größten Berliner Unis etwas einfallen lassen.


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UNIDSCHUNGEL
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Franziska Scheider


VON Franzi S.
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Die Humboldt Uni hatte in diesem September eine Sondersprechstunde für interessierte Geflüchtete eingerichtet, um über die Möglichkeiten einer Gasthörerschaft zu informieren.
Mit einer Gasthörerschaft können alle diejenigen, die keinen Studienabschluss anstreben, aber sich dennoch für wissenschaftliche Fragestellungen interessieren, ein Semester lang einzelne Lehrveranstaltungen besuchen. Eine Gasthörerschaft ist üblicherweise kostenpflichtig.
Um Geflüchteten zu ermöglichen, einen richtigen Studienplatz zu erhalten, will sich die Humboldt Uni in Zukunft noch mehr einfallen lassen.

Aus einer Gruppe engagierter Studierender der Freien Universität hat sich schon im Jahr 2001 die „Initiative Deutschunterricht” gegründet, die seitdem den Menschen in Berliner Flüchtlingsunterkünften die deutsche Sprache vermitteln. Aus dieser Initiative entstand 2007 der e.V. Multitude. Mit verschiedenen AGs und dem Angebot von Deutschkursen ehrenamtlicher Unterrichtender an sieben Berliner Flüchtlingsunterkünften wird versucht, den Geflüchteten eine Grundlage für ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben in Deutschland zu bereiten.

An der Technischen Universität startet ab Mitte November das Projekt In(2)TU, das auf bestehenden Strukturen der TU, die es bereits für ausländische oder minderjährige Studierende gibt, aufbaut und nach einem „Schnuppersemester” ein Zertifikat über die Anerkennung der besuchten Veranstaltungen ausstellt. Ziel des Projekts ist es, auch den geflüchteten Studierenden mit ungeklärtem Bleiberecht die Möglichkeit auf ein Studium zu geben.

Was, wenn sich in einer der Flüchtlingsunterkünfte in Berlin gerade das Albert Einstein-Genie von morgen fürchterlich langweilt? Mit etwas Engagement für die Menschen, die hier Chancen suchen, könnten wir in Zukunft auch unsere akademischen Horizonte erweitern.


Weiterführende Links

Mehr zu den Möglichkeiten einer Gasthörerschaft an der HU
Homepage des e.V. Multitude
Informationen zum Projekt In(2)TU


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Franziska Scheider

Autorin:
Franzi S.

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