Filmrezension: Wild

Ania hat den Wolf im Blut. Filmplakat von Wild. | Quelle: filmpresskit.de
Ania hat den Wolf im Blut. Filmplakat von Wild. | Quelle: filmpresskit.de

Die mit Abstand außergewöhnlichste Romanze des Jahres

Es ist nur ein flüchtiger Augenblick. Doch von Sekunde an lässt Ania ihre Begegnung mit dem Wolf nicht mehr los. In ihr entflammt eine Leidenschaft, eine Besessenheit, die so heftig in ihr brennt, dass sie beschließt, das wilde Tier einzufangen…


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KULTUR-
KOMPASS
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Jetzt anhören:

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VON Jessy Lee
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…und dieser Moment setzt eine animalische Energie in Ania frei, der sie sich selbst fortan nicht mehr erwehren kann. Mit Wild hat Regisseurin Nicolette Krebitz einen Film von unvergleichlicher Sinnlichkeit und Exzentrizität geschaffen. Verstörende, befremdliche Bilder prasseln ungehemmt auf den Zuschauer ein und lassen Wild zu einer wahrlich elektrisierenden Erfahrung werden. Dabei ist das 90-minütige deutsche Drama vor allem eines: Mutig. Verdammt mutig. Denn während einerseits empfindliche Themenbereiche, wie das sexuelle Hingezogensein zu Tieren, berührt werden, scheut Wild nicht davor zurück, seinem Publikum die harte, ungeschönte Wirklichkeit vor die Füße zu schmeißen. Krebitz serviert ihren Zuschauern darüber hinaus einen gut durchgeschüttelten Cocktail der Emotionen: Hat man in der einen Szene noch herzhaft gelacht, ruft gleich die nächste Sequenz ein Gefühl der Beklemmung, gar des Ekels hervor. Aber so ist die Realität eben: Wunderschön und abstoßend zu gleich.

In Ania erwachen die animalischen Instinkte | Quelle: filmpresskit.de
In Ania erwachen die animalischen Instinkte | Quelle: filmpresskit.de

Wer bereit ist, einmal fernab des immergleichen Mainstream-Kinos zu wildern, ist bei diesem Film genau richtig. Denn hier wird Stoff zum Nachdenken und Material für kontroverse Diskussionen im Freundeskreis geliefert. Wild hinterlässt einen süßen und zugleich bitteren Nachgeschmack. Welcher davon überwiegt, sollte jeder für sich entscheiden.
Wild seht ihr in verschiedenen Berliner Programmkinos, wie dem Filmtheater Friedrichshain oder dem Yorck-Kino. Karten bekommt ihr ab ca. 7 €. Die Platzwahl ist frei. Ab ins Kino mit euch!


Weiterführende Links

„Wild“ auf yorck.de

„Wild“ auf kino.de


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Autorin:
Jessy Lee

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