Best of Ringvorlesungen

Titelbild Best of Ringvorlesungen
© Wokandapix / Pixabay

Man lernt nie aus

Bis auf die paar unter uns, die nur ein günstiges Semesterticket abstauben wollen, sind wir doch alle an der Uni um was zu lernen. Für die meisten von uns bedeutet das aber, dass wir uns aus unserer akademischen Wahlheimat kaum raus bewegen. Dass wir dabei aber einiges verpassen, zeigt schon ein kurzer Blick in die Vorlesungsverzeichnisse der Berliner Unis. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich und oft sind es gerade Veranstaltungen zu Themen, mit denen man sonst gar nichts zu tun hat, von denen man am meisten profitieren kann. Und das obwohl man keine Leistungspunkte dafür bekommt.

Um ein bisschen Licht in die Sache zu bringen und euch die viele Recherchearbeit zu sparen, haben wir für euch ein kleines Best Of der Berliner Ringvorlesungen zusammengestellt.

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UNIDSCHUNGEL

Der globalisierte Gaumen: Bei dieser Ringvorlesung von den Instituten für Japanologie und Koreastudien geht es um alles, was so mit ostasiatischem Essen zu tun hat. Von der Geschichte von Kimchi bis zum Export von klassischen japanischen Gerichten nach Berlin – es ist für jeden Geschmack was dabei.
FU, jeden Donnerstag 16:15-18:00

Neue Technologien: Nano-Laser, Computational Psychology, Elektronenholografie? Sagt euch alles nichts? Dann lohnt sich der Besuch dieser Ringvorlesung, in der verschiedenste Professor*innen der TU ihre Forschung und ihr Fachgebiet vorstellen.
TU, (fast) jeden Montag 12:15-13:45

Berliner Kulturwissenschaft: Hier stellt sich die Berliner Kulturwissenschaft in ihrer ganzen Vielfalt vor. Die Vorlesung ist sowohl für alle spannend, die gar keine Ahnung von Kulturwissenschaft haben, als auch für studierte Monokelträger. Die Vortragsthemen sind so vielfältig, dass der generische Titel für die Vorlesung schon wieder gerechtfertigt ist.
HU, jeden Mittwoch 18:15-20:15

Künste dekolonisieren: “Ästhetische Praktiken des Lernens und Verlernens” lautet der Untertitel dieser Veranstaltung. Das ist treffend, denn wer Kolonialismuskritik betreiben will, muss auch dazu in der Lage sein, soziale und kulturelle Praktiken wieder zu verlernen. An acht Abenden setzen sich unterschiedlichste Künstler*innen und Wissenschaftler*innen mit dieser Thematik auseinander. Dabei kommen außerdem eine Menge unterschiedlicher Votragstechniken zum Einsatz. Vom klassischen Vortrag bis zur Performance Lecture ist alles dabei.
UDK, unregelmäßig

Honorable Mentions

Bildnis machen – Judentum und Kunst: Diese Ringvorlesung gibt eine historische Perspektive auf die komplexen Beziehungen zwischen Judentum und bildender Kunst.
HU, jeden Donnerstag 18:00-20:00

Politiken der Zugehörigkeit: Familie, Beruf, Sportclub, Freundeskreis – alle soziale Felder regeln auf ihre eigene Weise Zugehörigkeit. Diese Ringvorlesung erforscht die Politiken, die diese Zugehörigkeiten bestimmen.
TU, unregelmäßig

Open Technology for an Open Society: Die Informationsdichte, die uns durch das Internet jederzeit zugänglich gemacht wurde, ist kolossal. Vor allem im Technologiesektor werden neue Entwicklungen oft sofort mit Tausenden anderen Entwickler*innen geteilt. Wie diese Politik sich mit der Gesellschaft verzweigt, könnt ihr hier herausfinden.
FU, jeden Mittwoch 18:15-19:45

Identität: Der Begriff Identität hat spätestens seit den verschiedenen Post-Strömungen Ende des 20. Jahrhunderts eine Neudefinierung erfahren. Was aber der historische Hintergrund des Begriffs ist und wo das Konzept vielleicht auch Probleme aufwirft, erfahrt ihr hier.
FU, jeden Dienstag 18:15-20:00


Autor:

Serafin

Serafin