Aus dem Spiel…

… ins Leben

Ausgangssituation in der Mission Secret Prison im EXIT-Live Escape Game in Berlin. | © EXIT Berlin (Pressefotos)
Ausgangssituation in der Mission Secret Prison im EXIT-Live Escape Game in Berlin. | © EXIT Berlin (Pressefotos)

Escape Games als psychologische Studie

Fiktion und Realität nähern sich an. Immer intensiver werden die Sinneswahrnehmungen bei Videospielen. Längst lassen hochentwickelte Systeme die Grenzen zwischen virtueller Welt und tatsächlichem Leben verschwimmen. Vollends auf das echte Leben übertragene Spiele wie Lasertag oder Cosplay boomen. Dabei haben die Live Games neben dem hauptsächlichen Unterhaltungszweck auch psychologisch interessante Seiten.

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VON Janina Wildermuth
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Live Games, wie das Escape Game entwickelten sich in den letzten Jahren rasant zu sehr beliebten Freizeitaktivitäten. Als Gruppe, eingesperrt in einem Raum, Rätsel lösen, klingt für viele Menschen äußert interessant. Einzig allein gegen die Zeit versuchen sie als Team Hinweise zu kombinieren, um Schlösser und Codes zu knacken. 66 Minuten positiver Stress soll die Teamfähigkeit und Strategie der Spieler verbessern.

© EXIT Berlin (Pressefotos)
Am Ende jedes Spiels wird hier ein Erinnerungsfoto mit Angabe der gebrauchten Zeit und Titel der Mission geschossen. | © EXIT Berlin (Pressefotos)

Professor Dr. Peter Walschburger von der FU erzählt vom Ursprung der Escape Games in der psychologischen Forschung. Das Konzept der Spiele wurde in den 70er/80er Jahren als Grundlage für Intelligenztests benutzt. Es handelt sich um vernetzte, undurchsichtige Modellsituation, die den komplexen Alltagsumständen ähneln. Escape Games sind also spielerische Auseinandersetzungen mit ernsthaften Problemen. Professor Doktor Walschburger betont die Tatsache, dass der Mensch ein Homo ludens ist, genau wie Tiere, spielt er für sein Leben gern.

Diese Live Games werden von Firmen auch genutzt, um zu testen, wie gut ein Team zusammen funktioniert. Der Professor geht noch weiter und spricht dem Spiel die Fähigkeit einer Partnerbörse zu. Es ist bekannt, dass gefährliche, abenteuerliche Situation bei uns Menschen ein Gefühl von Zuneigung zu den Leidensgenossen auslösen kann. Sogenannte Single Treff Games, bei denen durch das Spiel Liebe entstehen soll. Wohlmöglich eine neue Art interessante Bekanntschaften zu machen. Denn auch hier, spielt sich alles im Kopf ab.

Unser Siegerfoto (Quelle: EXIT)
Unser Siegerfoto (Quelle: EXIT)

Auch wir konnten uns nach 52 Minuten befreien. Glücklich posieren wir vier Mädels dann noch vor der Siegerwand und bekommen jeder ein Abzug unserer glorreichen Erinnerung. Ein Spiel kann meist schon ab 2 Personen gespielt werden. Nach oben hin gibt es bei der Mitspieleranzahl kaum Grenzen. Sehr real, mit einer Liebe zum Detail wurden die einst nur auf dem Computer vorhandenen Modellsituationen weiterentwickelt und in die Realität umgesetzt. Ideal für den spielerischen Mensch, wie wir, den Homo ludens.


Weiterführende Links

Auflistung der Escape Games Anbieter in Berlin

EXIT Berlin


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Autorin:
Janina W.

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