Asyl in Berlin

Foto: Kai-Uwe Heinrich / Der Tagesspiegel

Podiumsdiskussion beim Tagesspiegel

An manchen Tagen sind es bis zu 1000 Flüchtlinge, die derzeit in Berlin ankommen. Welche Herausforderungen dies für die Stadt bedeutet und wie die Politik darauf reagieren sollte, darüber wurde am 15. September beim Tagesspiegel diskutiert. Gemeinsam mit der FU Berlin und der Schwarzkopf-Stiftung hatte man zur Podiumsdiskussion „Asyl in Berlin – Hilfe ohne Grenzen?“ geladen.

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GESPRÄCHS- STOFF
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VON Steve
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Auf dem Podium diskutierte der Chefredakteur des Tagesspiegel Stephan-Andreas Casdorff mit Sozialsenator Mario Czaja, mit Mathias Hamann, dem Leiter einer Notunterkunft der Berliner Stadtmission in Moabit sowie mit Bernd Ladwig, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der FU Berlin.

Ist Berlin nun bald überfordert? Viele Menschen sind es jedenfalls nicht, sagt Mathias Hamann. Motivierend seien die vielen Freiwilligen, die in seiner Notunterkunft mit anpacken, so Hamann. 1300 führt er jetzt in seiner Datenbank. Dennoch kann Sozialsenator Czaja Punkte benennen, wo Berlin  – wie alle anderen Bundesländer auch – an seine Grenzen stößt. Es sei schwer, Träger zu finden, die Flüchtlingsunterkünfte betreiben können, so Czaja. Genauso sieht es bei Sprachmittlern und Sozialarbeitern aus.

Da mehr Flüchtlinge ankämen als parallel Notunterkünfte gebaut werden bzw. Flüchtlinge in Wohnungen vermittelt werden können, wird es noch eine Fülle von Objekten in der Stadt treffen, die zu Notunterkünften umgewidmet werden. Die Gesetzeslage erlaubt auch das Sicherstellen von leerstehenden Wohnungen, dafür muss der Staat allerdings all seine eigenen Unterbringungsmöglichkeiten geprüft haben – und dazu gehört auch jeder Hörsaal und jede Turnhalle.

Aufgrund seiner Multikulturalität habe Berlin bessere Ausgangsvoraussetzungen als beispielsweise Thüringen. Allerdings gäbe es auch in Berlin eine große Gruppe von Menschen, die den Veränderungen mit Skepsis gegenüberstehen, so Czaja.

Bernd Ladwig konstatiert dennoch, dass Deutschland gelassener geworden ist. Anfang der 90er Jahre gab es klare Mehrheiten in der Bevölkerung, die sich gegen Asylbewerber aussprachen. Dies sei heute nicht der Fall. Das Sommermärchen der neuen Willkommenskultur wird aber nicht ewig anhalten, sondern müsse in Verwaltungsroutinen überführt werden, so Ladwig.


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Autor:
Steve

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