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Der Däne Alex Vargas bringt 2017 sein Album Cohere raus. | Foto: Hannah Hillier Photography

Interview Alex Vargas

Schon lange ist Alex Vargas in Kenner-Kreisen ein Begriff. Seine Live-Auftritte sind sehens- und hörenswert (Was für eine Stimme!). Seit über 10 Jahren ist der Däne bereits im Musikbusiness. Trotzdem bringt er jetzt erst sein erstes Solo-Album Cohere heraus.
Wir haben ihn zum Interview getroffen um ein bisschen mehr über den sympathischen Musiker zu erfahren:


couchFM: Fangen wir beim Anfang an. Wann wusstest du, dass du Musiker werden willst?
Alex Vargas: Ich glaube, das erste Mal, dass ich mir gedacht habe, ich will nur Musik machen war mit 15 oder 16.

Wow, das ist sehr früh.
AV: Ja ziemlich. Aber ich stand schon seit ich 12 bin auf der Bühne. Ich spielte in Musicals usw. Und bereits da wusste ich, ich wollte Schauspieler werden und singen. Das Schauspielern hab ich irgendwie vernachlässigt, weil ich mich einfach in die Musik und das Songwriting verliebt habe.

Du bist dann nach London gezogen um dich auf deine Musik-Karriere zu konzentrieren. Denkst du es ist wichtig dafür in eine Großstadt zu ziehen?
Nein. Ich denke, es ist wichtig deinem Bauchgefühl zu folgen und seinen Träumen zu folgen, so kitschig wie’s klingt. Und ich wollte schon immer nach London, das war mein Traum. Und als mein Manager mir das Angebot machte dorthin zu ziehen, sind wir einfach dahin. Er ist übrigens immer noch mein Manager und wir rackern uns den Arsch ab, aber es lohnt sich. Ich war damals sehr jung als ich Dänemark verlassen habe, gerade 17. Manche meinten auch, ich war zu jung. Aber ich bereue es nicht.

Und dann ging es los mit der Musikerkarriere?
Nein, ich hab lange gebraucht um herauszufinden, was ich eigentlich machen wollte. Ich hab viel Zeit und Geld vergeudet um nach LA zu fliegen. Als ich dann kein Geld mehr hatte, steckte ich ein bisschen fest. Ich fing an in einer Bar zu arbeiten, fand einen Songwriting-Partner in Brighton, von dem ich viel gelernt habe. Aber ich hab nie etwas mit dem Material gemacht. Und letztendlich hab ich einen Songwriting-Partner in meinem Wohnzimmer gefunden. Mein Mitbewohner Tommy. Und seitdem sind wir ein kreatives Team: wir teilen uns ein Studio, schreiben die Songs zusammen, treten gemeinsam auf der Bühne auf. Es ist schon irgendwie lustig, dass ich um die Welt fliegen musste auf der Suche nach etwas, dass ich letztendlich in meinem eigenen Haus fand. Wir wohnen mittlerweile nicht mehr zusammen, aber wir verbringen immer noch sehr viel Zeit miteinander.

Stimmt, ihr steht immer zu zweit auf der Bühne. Was bedeutet das Live-Spielen für dich?
Ich bin der Meinung, dass Live-Performen das Wichtigste ist als Musiker. Denn wenn du live den Erwartungen nicht gerecht werden kannst, die du auf deiner Platte bringst, dann verlierst du viel Integrität als Musiker. Wenn ich eine Band live sehe und sie live nicht das bringen, was ich von ihnen auf ihren Aufnahmen gewohnt bin, dann bin ich enttäuscht als Fan. Daher bin ich sehr streng mit mir bei meinen Live-Performances und ich bin ein großer Perfektionist. Das schlimmste ist für mich, wenn ich eine Live-Aufnahme von mir später anhöre und ich einen falschen Ton getroffen habe, das ist das Schlimmste!

Du bringst bald dein erstes Album heraus. Was sind deine Ziele für 2017? Ein Nummer-eins-Album?
Ich möchte weiter Spaß haben an dem was ich tue. Ich will nicht wie ein großes Klischee klingen, ich würde auch ein Nummer-eins Album nicht ausschlagen, aber für mich ist das nicht das, was mich motiviert. Für mich geht es darum, glücklich zu sein mit dem was ich tue. Ich bin schon so lange im Musikgeschäft, seit ich ein Teenie bin. Aber jetzt, die letzten paar Jahre fühlt es sich endlich so an, dass alles Sinn macht und keine Ahnung… ich denke, das bin jetzt wirklich ‚ich‘ was ich mache.

Konzert-Tipp: Alex Vargas spielt am 08.04.2017 im Gretchen


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Autorin:
Christina W.