American Folk

Mit traditionellen Grüßen

Mündlich überlieferte Songs in neuem akustischem Gewand. Nur eine von vielen Möglichkeiten den American Folk zu beschreiben.

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von Anna Christina
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Volksmusik ist gleich Folk? Eine Vermutung, die ziemlich nahe liegt, aber der Musikrichtung “American Folk” nicht ganz gerecht wird. Denn, obwohl diese Musikrichtung in ihren Anfangsjahren auf bekannte und überlieferte Volkssongs zurückgegriffen hat, hat sie sich weiterentwickelt und erlebt heute mit der aktuellen Singer-Songwriter-Bewegung eine Art kleines Revival.

Pete Guthrie. Fotograf: Bruce Davidson/Magnum

Der American Folk hat seine Wurzeln in den Songs und traditionellen Volksliedern der Einwanderer. Aber obacht: Mit den klassischen deutschen Volksliedern oder dem Schlager hat der Folk wenig gemeinsam. Gespielt auf vorrangig akustischen Instrumenten nahmen sich die Amercan Folk-Sänger traditionelle Lieder und verpassten ihnen ein neues Gewand. Durch die unterschiedlichen Instrumente und Gesänge, die die Einwanderer nach Amerika brachten, formten sich daraus bald viele verschiedene Unterarten des Folk, angefangen bei Cajun im französisch-sprachigen Louisiana bis zum Zydeco der schwarzen Bevölkerung.

In den 1960er wurde der American Folk einer immer breiteren Masse zugänglich, behandelte aber meistens politisch motivierte Themen. So reiste Woody Guthrie ein Jahr lang mit Wanderarbeitern – den sogenannten Hobos – durch das Land und schrieb und sang über ihr hartes Leben. Die vielen politisch-motivierten Songs dieser Zeit brachten den American Folk den Ruf einer links-orientiert zu sein. Dennoch hat der American Folk seit den 1970er Jahren auch eine Reihe von Interpreten hervorgebracht, die auch über alltägliche oder sogar surreale Dinge singen, allen voran Bob Dylan, dem das Zitat zugeordnet wird, dass derjenige der Botschaften senden wolle, am besten mit einem Telegramm bedient wäre.

Nachdem der Folk in den 1980ern und 1990ern fast etwas in Vergessenheit geraten ist, ist er heute immer noch in verschiedenen Formen anzutreffen. Folk-Größen wie Neil Young veröffentlichen nachwievor gesellschaftskritische und politische Songs. In den gemäßigteren Reihen wird der Folk mit Pop-Arrangements gemischt und dem Hörer gerne als Singer-Songwriter vorgesetzt. Selbst in Form von Anti-Folk wie bei Adam Green liebt der Folk weiter und bleibt damit er selbst: Als Musikstil, der sich nicht auf eine Linie oder eine Herkunft reduzieren lässt und stattdessen von und in der Vielfalt lebt.


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 Autorin:

Anna Christina

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